Aue oder Au, entsprechend dem oberdeutschen Ach (s. d.) und dem niederländ. und niederdeutschen Aa (s. d.), ist in Hannover, Oldenburg und Schleswig-Holstein teils einzeln, teils in Zusammensetzung mit andern Worten, Name vieler Flüsse. Hervorzuheben unter denselben ist die A., welche im Regierungsbezirk Minden entspringt, den westl. Teil der Landdrostei Hannover durchfließt und nach einem 97 km langen Laufe oberhalb Nienburg in die Weser mündet. — Eine andere A., in der Landdrostei Stade, trägt aufwärts bis Otterndorf kleinere Seeschiffe und mündet 2 km unterhalb dieser Stadt in das AÄstuar der Elbe. — In Holstein gibt es zahlreiche A. Zur Elbe gehen z. B. die Delvenau, die Pinnaue, die Krückaue, zur Eider die Wehraue, Luhnaue, Haleraue und Gieselaue. Die Mielaue mündet bei Meldorf in die Nordsee; die Schwartau in die Ostsee. — In Schleswig ist besonders die in die Nordsee mündende Königsaue bekannt als Aue heißt ein durch sanfte Anhöhen eingeschlossener Acker⸗ und Wiesengrund an kleinern und mittlern Flüssen im Innern eines Landes, durch angeschwemmte Ablagerungen gebildet, meist ein früheres Seebecken aus der Alluvialzeit. Man findet in den A. den fruchtbarsten Boden Aueboden). So die Goldene Aue (s. d.) in Thüringen. Aue, Fabrikstadt in der königl. sächs. Kreisauptmannschaft Zwickau Amtshauptmann chaft chwarzenberg, an der Mulde, in 348 m Höhe, Knotenpunkt der Staatsbahn Zwickau-Schwarzenberg und der Chemnitz-A.⸗Adorfer Bahn, hat Maklöppelei, Fabrikation von Argentan, Gürtlerwaren und Holzpfeifenköpfen und zählt (1880) 3523 C. Unweit davon liegt der Auerhammer, ein Argentanwalzwerk. Die nahegelegene Andreasgrube, welche . das Kaolin Rur die meißener Porzellanfabrik lieferte, ist jetzt erschöpft. Aue. Aue, Hartmann .— artmann von