Aulich (Ludw.), ungar. Revolutionsgeneral, geb. 1795 zu Preßburg, war 1848 Oberstlieutenant im österr. Infanterieregimente Kaiser Alexander, das zu jener Zeit in Ungarn lag und nach St. Tamäs gegen die Serben geschickt wurde. A. zeichnete sich hierbei wiederholt aus und stieg zum Obersten und Kommandanten des genannten Regiments auf. In den letzten Monaten von 1848 wurde er nach dem linken Donau-Ufer entsendet, um mit den dort konzentrierten Truppen gegen die vereinigte Schwarzenberg-Simunich'sche Armee zu operieren, that sich abermals durch Umsicht und Geschick hervor und wurde 7. März 1849 zum General ernannt; er führte fortan das 2. Armeekorps und trug bedeutend bei zu den Siegen, welche die ungar. Armee im *1* und April über Windischgrätz ersocht. Anfang Mai ging A. mit seinem Armeekorps auf das rechte Donau-Ufer hinüber, und nahm an der Bestürmung Ofens Anteil. Im Juli wurde er mit Csänyi und Kis nach Komorn zu Görgei gechickt, um diesen zum Gehorsam gegen die ungar. egierung zu bewegen, hatte jedoch keinen Erfolg. Als Görgei später das Portefeuille niederlegte, um den ——ᷣ 3 über sein Heer fortführen zu können, erhielt A. das Kriegsministerium, stimmte dann, durch Görgeis Zusagen geblendet, in Arad für die Unterhandlung mit den Russen, wurde aber nach der Kapitulation nebst 12 andern Generalen 6. Okt. 1849 zu Arad gehängt.