FeedAuray (breton. Alrac)
ErdkundeBrockhaus 1882

Auray (breton. Alrac), kleine Seehafenstadt im anz. Depart. Morbihan (Bretagne), auf einem lateau am Flusse Loch, der die Städt in zwei eile, St.⸗Gildas (rechts) und St.⸗Goustan (links), teilt, hier den Namen A. annimmt, bei Hochwasser auch für größere Seefahrzeuge von 300t schiffbar wird, für die hier ein äußerst sicherer — ist, und 13 km weiter abwärts mit einem großen AÄstuarium in den Meerbusen Aauf der mündet. A. ist Station der Orléansbahn auf deren Linie Nantes-Brest und zählt abrt 4335 (Gemeinde 4633) E., welche Küstenschiffahrt, Bootbau, Lederfabrikation und del Bieh; Sardellenfang) sowie Handel mit Getreide, Vieh, Leder, Butter und Honig betreiben und als kampflustige, „ Derdr und höchst energische Leute bekannt sind. Der Ort hat enge, steile, gewundene Straßen und interessante Bauwerke, von denen zwei Kirchen ins 13. Jahrh. zurückreichen. Bis Mitte des 17. Jahrh. hatte A. einen blühenden Handelsverkehr, bis Lorient mit seiner ind. Kompagnie demselben großen Abbruch that; doch wirken die Bahn und die Dampfschiffverbindung mit Belle-Ile-en-Mer wieder günstig. Im J. 1364 brachte der der Sieg des 28 ber Johann von Montfort über Karl von Blois, der im Ge41 el, die 23jährige Fehde um die anen der um sschluß. Ste.⸗Anne, ein von Bretonen stark besuchter Wallfahrtsort, liegt 4 Km nordöstlich von A. urbacher (Ludw.), deutscher Schriftsteller, geb. 26. Aug. 1784 in Türkheim im bayr. Schwaben, kam 1801 als Novize in das Benediktinerkloster Ottobeuren und später in das Stift Wiblingen, verließ dasselbe aber wieder, wurde Hauslehrer und 1809 Professor des deutschen Stils und der Asthetik beim Kadettenkorps in München. Seit 1834 in Ruhestand versetzt, starb er 25. Mai 1847. A. hat, zum Teil anonym Dadofre Schriften veröffentlicht, die teils der Larnso angehören, z. B. Pädagogische Phantasien (Münch. 1838), „Schulblättero (Münch. 1829—32), teils der Sprachwissenschaft, wie «System der deutschen Orthographiey (Nürnb. 1813), «Kleines Wörterbuch der dentichen Spracher (Sulzb. 1828), Lehrbuch des deutschen Stilso (2. Aufl., 2 Bde., Münch. 1822), teils der Poesie, B. „Dramatische Versucher (Münch. 1826), Novelleno, Lyrische Gedichter u. s. w. Am eigentümlichsten und bedeutendsten aber sind seine Volksschriften, die er alle anonym erscheinen ließ. So namentlich die «Abenteuer der Sieben Schwabeno (Reutl. 1846; poetische Bearbeitung von Simrock in dessen «Deutschen Volksbücherno, Bd. 10), die «Abenteuer der Spiegelschwaben»a u. a., die auch in den «Volksbüchleino (2 Tle., Münch. 1827—29; 2. Aufl., Münch. 1835, Stuttg. 1839) abgedruckt sind. Seine Gesammelten größern Erzählungen⸗ Hal Sarreiter Fudburg i. Br. 1881) heraus. Vgl. Sarreiter, Ludwig A.» (Münch. 1880). ureél (Marc), röm. Kaiser, s. Antoninus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 229Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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