Ausschneidekunst oder Psaligraphie, eine Technik, welche im Manuellen mit der Silhouette (. d.) vollkommen identisch ist, sich indes nicht auf die Profildarstellung des Kopfes beschränkt, sondern auch Landschaften, Architekturen und anderes in ihren Bereich zieht. Vor dem 18. Jahrh. kommen derartige Leistungen bisweilen schon in der Elfenbeinarbeit vor. Seit dem Aufblühen der genannten Porträtdarstellung bedient man sich vorzugsweise Inten ne Papiers. Einen künstlerischen Wert besitzen namentlich die psaligraphischen Arbeiten des Malers O. Ph. Runge 0 d.). Man besitzt in Hamburg Re Sammlungen von ihm, deren Stücke fast alle Blumen und Tiere mit großer Naturtreue wiedergeben. Doris Lütjens unternahm die Herausgabe einer Auswahl Arbeiten Runges; doch erschien nur ein . (Hamb. 1843). Andere Künstler, die diese Fertigkeit nebenbei übten, besonders anbauten und sich darin bekannt machten, sind Fröhlich und Konewka (gest. 1871). Jener lieferte eine Anzahl von Kinderbüchern, zu denen er selbst den versifizierten Text schrieb, dieser Bilder zu deutschen Volksliedern, zu Goethes Fausto, zu Shakspeares «Sommernachtstraumv, Blätter zu Zerstre und seine Gesellend von H.