Avernus (grch. Aornos, b. i. der ogellose), ital. See in der 5 2 von Cumä, Puteoli und Bajä (jetzt Lago d'Averno), ist bis 56 metief und fast ganz von steilen und waldigen Höhen eingeschlossen. Seine mephitischen Dünste töteten aneblich die darüberfliegenden Vögel. Hierher veregte man Homers Eingang in die Unterwelt. Hier waren der Hain der Hekate und die Grotte der berühmten cumäischen Sibylle, welchen Namen auch * eine der Grotten am südl. Ufer des Sees führt. grippa ließ zur Zeit des Augustus die dichten Wälder lichten und durch Coccejus einen Tunnel nach Cumä führen, welcher die Verbindung mit dem Lucrinersee und dem Meere herstellte, aber + Entstehung eines Vulkans in der Nähe, des Monte nuovo, feh völlig verschüttet wurde.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 289Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei