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ErdkundeBrockhaus 1882

Axum, einst die Hauptstadt des Athiopischen wenlcch liegt in der abessin. Landschaft Tigre, 16 kKm westlich von deren gegenwärtiger Hauptstadt Adowa, auf einer Hochebene inmitten einer von vulkanischen Hügeln umkränzten Fläche, ist aber, seitdem sie aufgehört hat königl. Residenz zu sein, und noch mehr seit ihrer Verwustung 71535 durch Granje, den König von Adal, völlig in Verfall geraten. Die neue Stadt, die übrigens von fern her einen schönen Anblick gewährt, hat jetzt nur etwa 200 Häuser, aber doch eine ziemliche Ausdehnung, da die Wohnungen, Gehöfte und Gärten nicht selten durch Felder und Trümmerstätten unterbrochen sind. Für alle christl. Abessinier ist A. noch immer eine heilige Asylstadt, wo en Raums ruhen müssen. nnerhalb des ummauerten Raums, welcher das b bildet, befindet sich die Hauptkirche der Stadt, welche nach der h durch Granje unter Rene p Einfluß neu aufgebaut worden ist. Die este von Alt-A. finden sich in noch stehenden oder umgeworfenen größern oder kleinern Obelisken, steinernen Stufen, Trümmern von steinernen Sitzen, Katakomben, steinernen Gefäßen, Steintafeln mit Inschriften u. s. w. Unter den letztern befindet sich auch eine griechische, die unter König Aizanes in der Mitte des 4. Jahrh. abgefaßt wurde. Auch und Nar abessin. Könige hat man dort gefunden und Nachgrabungen dürften noch weitere Denkmale Tage fördern. Von A. hat das .½% eich seinen frühern Namen Axumitisches Reich erhalten. (S. Athiopien.) Ay oder Ai, altes Städtchen im franz. Depart. Marne, in der Champagne, nahe nördlich der Marne und an der Linie Epernay-Laon der Franz. Ostbahn, 3 km nordöstlich von Epernay, hat 4007 CE. und liefert wie der 4 km östlicher gelegene Flecken Mareuil Champagner erster Klasse. Die beste Weinlage umfaßt einen 2,0 ha großen Landstrich.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 299Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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