Boghäsköi, d. i. Paßdorf, türk. Dorf von ungefähr 150 zerstreut liegenden Wohnungen im kleinasiat. Vilaset Angora, etwa 240 km im SSW. von der Seestadt Sinope, 8 Stunden im NW. von Josgad an einem Bergstrom gelegen, der nordwärts in den Kisil-Irmak (Halys) fließt. Der Ort 0 ween seiner schon von Texier und Hamilton beschrieenen, in neuerer Zeit aber von H. Barth genauer untersuchten Ruinen merkwürdig. Während Hamilton in denselben die Reste von Tavium in Galatien erkennen wollte (das vielmehr in dem 30 km im W. gelegenen Dorf Nefesköi zu suchen ist), * Barth nach Texier diese Reste der Hauptstadt der um nordwestl. Kappadocien gehörigen Landschaft Pieria vindiziert und sehr wahrscheinlich gemacht, daß die Stadt von König Cyaxares als Grenzfeste des Medischen Reichs an einem wichtigen 11 e erbaut und vom lydischen Könige Krösus auf seinem Daldsar gegen Cyrus (550) Etadt! worden sei. as Hauptgebäude der alten Stadt bezeichnen die Überreste eines großartigen Tempels von 66,6 m Länge und 42, m Breite. Die Fa der Bear ehen Umgebung zeigen fast überall künstliche Beareitung aus dem Altertume, entweder zur Basis oder Lehne von Wohnungen, oder zu Grotten und Gräbern, oder wiederum zu Befestigungen oder Verschanzungen. Die Felsenbefestigungen, sämtbh in cyklopischer Bauart, bildeten die äußere Um⸗ — ung der auf der Plateauhöhe gelegenen Citalle oder vielmehr eines befestigten Lagers. Etwa 5 kmeentfernt liegt das berühmte medische Monument mit den Skulpturen des Jazli Kaya.