Aymara, urs an Trah ein Quichuastamm, wahrscheinlich im obern Thale des Abancay im perubolivian. Hochlande. durch, daß der größte Teil in de Stammes von dem Inka Capac-Jupanqui in die Region der Collas (im Norden des Titicacasees) als Kolonisten verpflanzt wurde und dort die Sprache dieser annahm, ging der Name der A. auf die von den Quichugs verschiedenen Collas über und wurde von den ucht. 2 aher it die in dem letztern Sinne gebraucht. Daher ist die sog. Aymarasprache — als die Collasprache (speziell als Dialekt der Lupacas und Pacasas) zu bezeichnen. Sie steht zur Inkasprache (dem Quichua) in einem nahen Verwandtschaftsverhältnisse, übertrifft sie aber, wegen Vorwalten der Kehllaute, an Rauheit. Gegenwärtig herrscht die Aymarasprache auf dem Andenhochplateau von Peru und in Bolivia mit Ausschluß der Provinz Cochabamba (wo das Quichua gesprochen wird). Die Ansicht, daß die A. die peruan. Kultur vorbereitet hätten, entbehrt nach C. Markham jeder Guerp Begründung. Vgl. von Tschudi, «Die Kechuasprachenv (Wien 1853); Markham, Cuzco and Lima (Lond. 1856); orbes, On the Aymara Indians of Bolivia and eruy (in The ethnological journalo, neue Serie, Bd. 2); Bertonio, Arte de la lengua Aymarav, herausg. von J. Platzmann (Lpz. 1879); derselbe, (Vocabulario de la lengua Aymarav, herausg. von J. Platzmann (2 Bde., Lpz. 1879).