Ayo, s. Ajo. stl eine Grafschaft in Südschottland, an der Westküste, wo der Clydebusen sechs Pand bildet, begrenzt von Renfrew im N., Lanark und Dumfries im O., Kirkcudbright und Wigton im S., zählt auf 2975,39 qkm (1881) 217504 E. Die Grafschaft zerfällt von alters her in drei Landschaften: Carrik oder Karrick im Süden, zwischen dem Doonfluß und Cree-River, ein kahles, im Merrick bis zu 806 m hohes Gebirgsland mit ausgedehnten Moorstrecken und wenigen fruchtbaren Thälern; Kyle, der mittlere Teil, zwischen Doon und Irvine, im Black-Larg und Cairn-Table 591 m, im Cairns-Muir of Deugh 792 m E* im Aen ere ebenfalls von großen Heide⸗ und Moorstrecken erfüllt, an der Küste aber meistens Ebene; Cunning⸗ —4 der nördlichste Teil, ein fruchtbares Hügeland, im Misty-Law 378 m hoch. Etwa 41 Proz. der Oberflä e sind angebaut, und in neuerer Zeit sind große Strecken mit Bäumen bepflanzt worden. Die Produkte des Bergbaues, hauptsächlich im mittlern und nördl. ½ sind Eisen, Steinkohlen, Blei und Kupfer, sowie auch Antimon, Graphit und guter Baustein. An die Küste, wo auch die multbaue nicht unerheblich, wird viel See2 gespült, aus welchem man Aschenfalz bereitet. iele Steinkohlen werden nach Irland und den Hebriden ausgeführt. Die Landschaft Kyle ist wegen rer milchreichen Dunlopkühe und wegen guter äse, die in Dunlop und Umgegend bereitet werden, berühmt. Zu beiden Seiten des Irvine herrscht jetzt rege Industrie; dort ist das Gebiet der Dampfmaschinen, Kohlen⸗ und Eisengruben. Eisen produzieren Muirkirk, Hurlford u. s. w.; Iumwoll Wollmanufakturen sind zu Kilmarnock; Baumwollspinnereien hat Catrine. Die wichtigsten Städte 25• Kilmarnock, Ayr, Maybole und Irvine. Viele eber arbeiten zu Hause. Ga A. gehört die 334 m hohe Basaltfelsinsel Ailsa-Craig im Firth of Clyde, licher Brutort unzähliger Seevögel. Die Grasschaft sendet einen Abgeordneten in das Parlament, einen zweiten die Hauptstadt und Irvine nebst drei Städten in Argyle. Die Haupt⸗ und Hafenstadt Ayr, eine der schönsten Städte Schottlands, 48 km im Süd-Anr an von Glasgow, nahe der Mündung des yr an dessen linkem Ufer und an der Glasgow-Ayr-Dumbarton-Eisenbahn schön gelegen, ist eine Municipalstadt mit (1881) einschließlich Newtonupon-Ayr 20821 E. und von Gärten mit Villen umgeben. Zwei Brücken verbinden die Stadt mit den Vorstädten Wallacetown und Newton-upon-Ayr, letzteres mit Leuchtturm, Schiffahrt und Fischfang. Der Ort 1˙7 ein großartiges Stadthaus mit einem 68 m hohen Turme, eine Akademie, ein Asyl, ein Armen⸗, ein Kranken⸗ und ein Waisenhaus und ein Theater. Die Bevölkerung 9„Cien 5 bauplätze, Seilerbahnen, Segeltuch⸗, Eisen-Schuh⸗, Baumwoll⸗, Woll⸗, Teppich⸗ und Nägelfabriken, Kalkbrennerei und eine Salzsiederei. In der Umegend werden Schleifsteine gefertigt. In den Ha⸗ * zwischen zwei Molen laufen Schiffe von 200 t ein. Kohlen sind der Hauptausfuhrartikel A.s. Etwa 4 km von A. liegt das Dorf Alloway, der Geburtsort R. Burns', mit einem Denkmal des Dichters in der Nähe.