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AllerleiBrockhaus 1882

Bach nennt man ein kleineres fließendes Gewässer, welches durch den unmittelbaren Ab u einer 40r Wriefet ar Quelle oder den Zusammenflu mehrerer Riesel gebildet wird. Man unterscheidet folgende Arten Bäche: 1) Faulbäche, die den Niederungen angehören. Diese haben oft ein so geringes Gefälle, daß sie zu stehen scheinen, und vereinen oft mit tiefem Bett weiche Uferränder, sodaß sie schwer zu passieren sind. 2) Regenfließe, die erst nach anhaltendem Regen mit Wasser gefüllt erscheinen und im lockern Sandboden am häufigsten vorkommen. 3) Wild⸗ oder Regenbäche, welche ebenfalls nur periodisch, 790 e der Schnee-Man e und heftiger Regen, Wasser enthalten. an findet sie aber nur im Gebirge, durch felsige, Eroe und wilde Betten ausgezeichnet, zur Zeit ihrer Trockenheit oft zu Wegen .— sonst unzugänglichen Gegenden benutzt. So die Wadis im nördl. Afrika und südwestl. Asien. 4) Gieß⸗ und Waldbäche, die fast nie versiegen, da sie aus Quellen entstehen. 5) nten iund daher die den Gletschern ihr Dasein verdanken und daher nie ausbleiben. Diese wachsen wie die vorher angeführten bei vermehrtem Niederschlag nicht selten zu tiefen Flüssen an und geben, wie diese, den meisten großen Flüssen ihre Entstehung. 6) Rausch⸗, Sturz⸗ und Staubbäche, d. h. solche, welche mit heftigem Geräusch starkgeneigte oder senkrechte Felswände hinabstüren, dann Wasserfälle bilden oder durch den Widersand der Luft bei hohem Fall in Staubregen aufgelöst werden. 7) Steppenbäche, die sich im Sande ohne eine bestimmte Mündung verlieren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 324Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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