FeedBagoh
GeschichteBrockhaus 1882

Bagoh, Stadt in der brit. Provinz Birma, s. netsten russ. Generale, dem georgischen Fürstengeschlecht der Bagratiden ent)prosen, geb. 1765 unter Suworow. Er nahm 1788 an der Erstürmung Otschakows teil, focht 1792 und 1794 mit ge⸗ * die Polen und wurde 1798 Generalmajor. Mit Auszeichnung kämpfte er 1799 in Italien und in der Schweiz, wo er zweimal gefährlich verwundet wurde und in den Schlachten von Lecco (26. April) und bei Cassano (27. April) die siegreiche Entscheidung erbeiführte. Noch höhere Auszeichnung erwarb er * im österr.⸗russ. Kriege von 1805. Der russ. ergeneral Kutusow war 13. Nov. nach Znaim aufgebrochen und mußte besorgen, als er den Donauübergang der Franzosen bei Wien erfahren hatte, daß diese Znaim vor ihm erreichen und ihn ann aufreiben würden. In dieser mißlichen Lage sendete er 8000 Mann unter B. dem Prinzen Murat entgegen, um den Marsch der russ. Armee zu decken. Am 16. Nov. hatte B. bei Hollabrun gegen Murat und eine große libermacht einen blutigen Kampf zu bestehen. Sechs Stunden lang hielt er sich gegen den vielfach überlegenen Feind und räumte erst am Abend das Schlachtfeld, welches 3000 teils verwundete, teils tote Russen bedeckten, während Kutusow unterdes mit der Hauptarmee Znaim erreichte. Thätigen Anteil nahm B. auch leich darauf an der Schlacht von Austerlitz. Er 3 hier als Generallieutenant die 6000 Mann arle Vorhut der Kolonne des Fürsten Johann von Liechtenstein. Ebenso tapfer socht er 1867 in den Schlachten bei Eylau (7. und 8. Febr.), Heilsber 10. Juni) und Friedland (14. Juni). Als darau ußland durch den Beitritt zum Kontinentalsystem in Krieg mit England und Schweden verwickelt ward, erhielt B. 1808 das Kommando einer Division in Finland, mit welcher er mehrere glückliche Gefechte bestand und 1809 die Alandsinseln 150 etzte. Zum General der Infanterie und Oberbesehlshaber des Heers in der Türkei ernannt, schlug er den Seraskier Obente5 Pascha 16. Sept. 1809 bei Rassowat, eroberte Matschin, Hirsowa, Ismail und Brailow und unternahm die Belagerung von Silistria, wurde aber bei Tataritza (3. Nov.) geschlagen, ging über die Donau zurück und wurde im folenden Daie durch General Kamenskoi im Oberommando ersetzt. In dem Feldzuge von 1812 be4 te er die zweite Westarmee, focht unglücklich ei Mohilew (25. Juli) und mußte sich dann bei Smolensk mit der Ersten Armee Barclays vereinigen. An der Schlacht bei Smolensk hatte er nur am ersten Tage (16. Aug.) einigen Anteil. Als fanatischer Deutschenfeind war B. im Verein mit dem Großfürsten Konstantin und Jermolof die Seele aller Umtriebe gegen Barclay. Bei Borodino wurde er (7. Sept.) tötlich verwundet. Er starb 7. Okt. 1812. Seine Witwe, Katharina, geb. 1783, Tochter des Grafen Skawronskij, von väterlcher Potemkins, spielte unter den diplomatischen licher Seite Großnichte Katharinas I. von mütter-Damen auf dem Kongresse von Wien eine Rolle. — Fürst Peter Romanowitsch B., ein Neffe des vorigen, russ. Generalmajor, gest. 28. Jan. 1876 u Petersburg fig sich viel mit geolog. Unteruchungen beschäftigt und entdeckte in der Achmatower Mineralgrube bei Slatoust ein neues Fossil, das nach ihm den Namen Bagrationit erhielt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 369Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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