FeedBebutow (Fürst Wassilij Ossipowitsch)
GeschichteBrockhaus 1882

Bebutow (Fürst Wassilij Ossipowitsch), ein aus dem ä* „ 1853—55 bekannter russ. General, geb. 1792 als Abkömmling einer armenischen Fürstenfamilie, wurde im Kadettenhause zu Petersburg erzogen, diente seit w1809 als Offizier im Kaukasus und 1812 in Livland gegen die Franzosen. Er wurde 1816 Adjutant des Generals Jermolow, den er auf seiner Gesandtschaftsreise nach Persien begleitete, und stieg, nachdem er zur Unterwerfung der Provinz Akuscha und des Chanats von Kasikumuk beigetragen, 1821 zum Oberst und Kommandeur des Jägerregiments Mingrelien. Von 1825—27 versah er die Stelle eines Gouverneurs von Imeretien, machte 1828 unter Paskewitsch den Feldzug gegen die Türken mit und wurde für beim Sturm von Achalzich bewiesene Tapferkeit zum Generalmajor befördert. um Gouverneur der neuen russ. Provin Armenien ernannt, schloß er 1835 einen vorteilhaften Grenztraktat mit Persien und wurde 1838 als Mitglied des obersten Verwaltungsrats von Transkaukasien nach Tiflis berufen. Zur Armee in Polen 1840 veretzt, fungierte er eine Zeit lang als Kommandant von Zamosc, ward 1843 Generallieutenant, erschien m Frühjahr 1844 wieder im Kaukasus als Befehlsaber des Daghestanschen Korps, kommandierte 1845. inter Woronzow auf dem Zuge nach Dargo, schlug m Okt. 1846 ischi und erhielt, na ungen von Gergebil und Salti teilgenommen, Nov. 1847 den ninistrationsrats von Transkaukasien. Beim Ausruche des Kriegs von 1853 mit dem Kommando es Operationskorps an der türk. Grenze betraut, rachte B. 1. Dez. dem Seraskier Abdi⸗ ascha bei Radiklar eine Invasion Russisch-Armeniens vereitelte. Am 5. Aug. 854 erfocht er mit 18000 Mann den entscheidenden Sieg bei Küruk-Dere über das 40000 Mann starke rzudringen. Im Fe nit der Verteidigung Grusiens beauftragt. Auf die dunde von der Landung Omer-Paschas in Minruppenkorps sammelte und durch geschickte Matöver die Türken zum Rückzug nötigte. Nach der Übberufung Murawjews 1856 führte B. interimitisch bis + Ankunft des Fürsten Barjatinskij den Oberbefeh Heneral der Infanterie befördert und starb zu Tiflis 2. März 1858. — Von seinen drei Brüdern fielen wei im Kampfe gegen die Bergvölker; der dritte, David B., zarn und vor Silistria a Reiterregimenter, wurde 1856 Generallieutenant und 1861 Kommandant von Warschau, wo er 23. März 1867 starb.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 662Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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