Baja, ein Werk des Vizekönigs Peter von Toledo, erhebt, war lange unbedeutend, bis es in der gläniten 2 Zeit des Römerreichs wegen seiner herrichen Lage, der Fruchtbarkeit der Umgebung und der reichen Mineralquellen der prachtvolle Lieblingsaufenthalt der röm. Großen wurde. Marius, Piso, Pompejus, Julius Cäsar, Julia Mammäa u.a. en dr hier Landhäuser, welche den Sitz des üppigten Luxus und mehrfach den Schauplatz wichtiger Creignisse bildeten. Horaz zog B. allen Orten der Welt vor; Seneca warnt vor diesem Badeorte, wenn man Herr seiner Leidenschaften bleiben wolle; Cicero fand es nötig, sich darüber Miann, welcher daß er den Marcus Cälius „einen Mann, welcher B. öfters besucht habe, verteidige. Denn östers wird B. als eine Heimat der Wollust und lippigkeit ge⸗ — —— Seneca nennt es geradezu eine Herberge es Lasters. Jetzt sind nur noch wenige Trümmer vorhanden, unter denen die Reste der sog. Tempel der Venus, des Merkur und der Diana hervorragen. Außer einigen Häusern ist nur noch das Her auf einem Felsen gelegene Kastell bewohnt. er Hafen, einer der besten der Römer, ist jetzt verwüstet; die Aussicht über denselben ist von bezaubernder Schönheit. Trümmer von röm. Villen, von Grabmälern und andern röm. Bauwerken bedecken die Umgegend. Da dieselbe schon zu den Zeiten des Horaz mit Landhäusern überfüllt war, baute man . in das Meer hinein, wie die 4 jetzt sichtren Reste bestätigen. Das alte B. schildern Zell in den Ferienschriften (Freiburg 1826), Becker im „Galluso (3. Aufl., 3 Bde., Lpz. 1863) und Friedländer, «Darstellungen aus der Sittengeschichte Romso (3. Aufl., Bd. 2, Lpz. 1874).