Baiter (Joh. Georg), Philolog, geb. 31. Mai 1801 zu Zürich, Rüuchen das dortige Gymnasium und studierte zu München, Göttingen und Königsberg Philologie. Später wurde er Oberlehrer am liche r Gymnasium und erhielt eine außerordentiche Professur an der Universität, die er jedoch 1849 niederlegte. Das 2.1845— an dem züricher Gymnasium bekleidete B. 1849—65. Er starb 10. Okt. 1877. Von seinen philol. Arbeiten ist zunächst eine Ausgabe des »Panegyricus des Isokrates (Opz. an⸗ zu erwähnen; auch wirkte er als Mitarbeiter an Bremis Ausgabe desselben Redners (Bd. 1, Gotha 1831) sowie bei Orellis Ciceronis scholiastaes (Zür. 1833), Onomasticon Tullianum (3Bde., Zür. 1836—38) und dessen zweiter Ausgabe des Cicero (Zür. 1845—62). Für Orellis Recension des Tacitus (2 Bde., Zür. 1846—48) verglich B. die mediceischen Handschriften zu Florenz und arbeitete für die zweite Ausgabe die Annalen um Kus 1858). it Sauppe verband er sich zu der usgabe der »Oratores atticis (2 Bde., Zür. 1839— 50; der Text auch in 8 Tln. Zür. 1838—43), welcher eine Bearbeitung der Reden des Lykurg vorausging (Zür. 1834). Daneben lieferte er den Isokrates für die Didotsche Sammlung der Wrent Klassiker Eme 1846) und veranstaltete mit Orelli und Winckelmann eine Gesamtausgabe der Werke des Plato (2 Tle., Zür. 1839—42). Eine Ausgabe derselben in kleinerm Format (21 Bdchn. ur 1839 fg.) wurde großenteils mehrfach aufgelegt. Die neuentdeckten Fabellae iambicaes des Babrius gab B. mit Orelli (Zür. 1845) heraus, wie er ader dritte Auflage von des letztern vortrefflicher Bearbeitung des Horaz (2 Bde., Zür. 1850 51) übernahm. In der Tauchnitzschen Ausgabe des Cicero —. Bde., Lpz. 1860—69) ½½•5 er die philos. Schriften. lunter Alto-Douro.