Balingen (ehemals Balgingen), fälschlich Bahlingen, Stadt und Sbere im württemb. Schwarzwaldkreise, an der Eisenbahn Tübingen-Sigmaringen und an der Eyach in einem weitgeöffneten Thale am Fuße des Heubergs gelegen, ist seit dem Brande von 1809 durchaus regelmäßig erbaut, hat eine Latein⸗ und Realschule, eine ansehnliche Kirche aus dem Jahre 1440, eine bedeutende Trikotfabrik und zählt (1880) 3252 E., welche Schuh- und Handschuhmacherei, Wollstofffabrikation und Handel mit Getreide und Vieh treiben. n der Nähe liegt eine 1724 entdeckte schwache chwefelquelle mit einer Badeanstalt. Die Umgegend ist, wie der ganze Amtsbezirk, reich an Versteinerungen. B. gehörte zur Herrschaft Schalks-Aauet welche mit ihren Ortschaften 1403 von den Zollern an Württemberg verkauft wurde. Eine Linie der Zollern nannte sich von Schalksburg und hatte abwechselnd auf dem Schlosse in der Stadt und auf der nun bei dem — in Ruinen liegenden Schalksburg ihren Sitz. B. ist der Geburtsort des Nikod. Frischlin, des Historienmalers Eberh. von Wächter und des Theologen Tobias Beck.