Bandiera (Attilio und Emilio), zwei durch ihren revolutionären Handstreich gegen Neapel sowie durch ihr Schicksal bekannte Brüder, die aus einer angesehenen Familie in Venedig stammten. Ihr Vater Francesco B., gest. 1847), ein entschiedener Anänger Osterreichs und Kontreadmiral in kaiserl. iensten, hatte sich durch die Gefangennehmung der Flüchtlinge von Ancona nach den Unruhen von 1831 semen Landsleuten verhaßt gemacht. Seine beiden Söhne, als Schiffsfähnriche in österr. Diensten dem Berufe des Vaters folgend, hegten jedoch ganz entgegengesetzte polit. Gesinnungen. Attilio (geb. 1817) und Emilio (geb. 1819) schwärmten für die freie und einige Republik Italien, traten 1842 mit Mazini in einen Briefwechsel, und glaubten 1843 die 0 für eine gewaltsame Umwälzung gekommen. a ihr Benehmen inzwischen die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen, flüchteten sie im März 1844 nach Korfu. Flucht verursachte Unruhe an den Höfen von Mailand und Wien; man fürchtete die Macht des Beispiels. polit. Volhe Berichte aus Calabrien, denen die neapolit. Polizei schwerlich fremd war, ließen sie glauben, die ganze Provinz befinde sich im Aufstande. So wagten sie 16. Juni 1844 mit 20 ——— eine Landung an der Mündung des Flusses Nieto in Calabrien, in der k in die 450 ihr bloßes Erscheinen würde das Volk in die Waffen rufen. Die neapolit. Regierung erwartete sie; einer ihrer Gefährten, ein gewisser Boccheciampe, hatte sie verraten. Bei dem Flecken San-Giovanni in fiore von einer überlegenen Anzahl angegriffen, wurden 30 fast sämtlich zu Gefangenen gemacht. Am 25. Juli 1844 wurden Attilid und Emilio B. nebst sieben ihrer Genossen auf öffentlichem Platze in Cosenza erschossen. Sie starben freudigen Muts unter dem 1 Viva IItalia! Ein Jahr später wurden die noch übrigen Gefährten begnadigt. l. Ricciardi, Storia dei fratelli B. e consortis (Flor. 1863).