Bannertruppen heißen die seßhaften kaiserl. Soldtruppen Chinas, welche die sog. Tatarenviertel der chines. Städte bewohnen und die Hidschin blei-Irm 1959 bilden. Die Bannerleute (Tschi-dschin) bleien lebenslänglich Soldat und treiben bürgerliche Gewerbe, wenn sie nicht zum wirklichen Kriegsdienste aufgeboten sind, dürfen jedoch die Garnison nicht ohne Urlaub verlassen; die Söhne erben ihre Rechte und Pflichten. Im Gegensatze zu der Peking-Armee werden die B. in den unter dem Namen Tschu-fang zusammengefaßt. Die Tsin-lu bestehen aus 1165 ½ Kompagnien (Niu-lu), von denen 678 ½ Mantschu⸗, 221 Mongolen⸗ und 266 Chinesenkompagnien sinb; die Tschu-fang zählen 840 gemischte Kompagnien und die Kompagnien sind durchschnittlich 100 Mann stark. Die militä-Oso Ausbildung der Mannschaft und der niedern Offiziere beschränkt sich auf die Handhabung der affen. Das Mantschuheer, welches 1601 in China eindrang, war in vier, durch die Farbe ihrer Drachenbanner (gelb, weiß, rot, blau) unterschiedene Korps eteilt. Später wurden noch vier Korps errichtet, eren Drachenbanner dieselben Farben, aber rot eingefaßt, à Men So entstanden die 8 Banner (Patschi) der Mantschutruppen. Kaiser Tien-tsong errichtete aus mongol. Hilfstruppen 8 Mongolenbanner und aus chines. Aufständischen, welche sich den Mantschu angeschlossen hatten, 8 Chinesenbanner. Es gibt also eigentlich 24 Banner (Tschi), von denen die der Mantschu und Chinesen 5 rigaden, die der Mongolen 2 Brigaden (Tschä-len) stark sind. Nur die Jäger führen Feuerwaffen, die übrigen Lanzen oder Säbel sowie Pfeil und Bogen, dazu die Gardekavallerie Panzer aus Baumwollstoff. An Feldartillerie sind 300 Mann nebst 800 Schildträgern (Teng-pai-ping), ferner 900 Mann mit Wallbüchsen ausgerüstete Festungsartillerie und 2000 vorhanden, und der Rest der Peking-Armee besteht aus mit Luntenflinten und Säbeln bewaffneter Infanterie (Pu-schün).