Banner, auch Panier genannt, war eine große viereckige Fahne, deren sich im Mittelalter Kaiser und Könige bedienten, wenn sie in den Krieg zogen. Hiervon unterschieden war eine andere viereckige Fehne⸗ ebenfalls ein B. (franz. banniere, ital. baniera, span. bandera), aber um ein Drittel länger als breit, welche solche Lehnsherren führten und davon Banner⸗ oder Pannerherren hießen, die zum Kriegsgefolge bis zu 100 streitbare eigene Männer hatten. Nach einem alten franz. Ceremoniell mußten sie deren wenigstens 50 haben; dann erst war ihnen die bannière erlaubt, indem man aus ihrer frühern, bei einem geringern Kriegsgefolge geführten, in eine Spitze ausgehenden Fahne, Spitzfahne, pennon, durch Abschneidung der Spitze die bannieère machte. In Deutschland zeigte das Reichsbanner in ältester Zeit in Wimpelform das Bild des Erzengels Michael, später den Adler, dessen heraldische Form sich aber erst unter Kaiser Sigismund herausbildete. Die Reich bhene leoer führten die Herzöge von Schwaben, später die Her-Ban von Württemberg. In der Schweiz war das annerherrnamt in den Kantonen eine hohe Ehrenstelle. — Im Deutschen Befreiungskriege nannte 110 eine nach der Schlacht bei Leipzig unter dem russ. Gouvernement gegen die linen Sa ausgerüstete Schar 4Banner der freiwilligen Sachseny, ging aber schon 1814 wieder auseinander, nachdem sie zur Blockade von Mainz verwendet worden war.