Barbe, eine Gattung der Fische, welche zu den Weichflossern mit Luftgang der Schwimmblase, und zwar zur Ordnung der Bauchflosser und zu der Familie der Karpfen oder Weißfische (Cyprinoiden) gehört und sich durch vier Bartfäden am Oberkiefer und die on danrnt Rücken⸗ und Afterflosse unterscheidet, von denen die erstere mit einem starken, am sehen ist. Die 21.— sind kegelförmig, am Ende gekrümmt und stehen in drei Reihen; die Schwimmblase ist groß und geteilt. Von dieser Gattung finden sich die meisten Arten in Indien, dagegen kommt in Deutschland, Frankreich und ngland nur eine Art derselben vor, die gemeine B. GBarbus fluviatilis), welche in den meisten mit etwas steinigem Boden versehenen Flüssen des mittlern Europa lebt und sich durch den weitvorstehenden Oberkieser auszeichnet. Ihr Körper ist schmal, gestreckt, olivengrün, an den Seiten grüngelb, die Seitenlinie schwarz punktiert, der Schwanz gabelig. Sie wird 40—60 em lang und 1—12 Pfd. schwer, wächst 77 wird im dritten Jahre fortpflanzungsfähig und laicht im Mai und Juni. In schlammigen, ganz offenen Teichen gedeiht sie nicht. Sie gräbt gern in den Boden ein und lebt in Haufen gesellig. Um sie an der Angel zu fangen, wird sie mit Würmern oder sehr kleinen f en geködert, wo sie, wie z. B. im Oberrhein, sehr häufig ist, fängt man sie mit Netzen. Ihr 1 e ist weiß, weich, aber voller Gräten und nicht eben geschätzt, gilt aber für leicht verdaulich. In England wird die B. nur von der ärmern Volksklasse gegessen. Die schmackhaftesten B. soll die Weser liefern. Der Rogen ist, weni stens zu gewissen Zeiten, schädlich.