Barea, ein kleiner, jetzt noch etwa 10—20000 Seelen starker, in dem nördl. Vorlande Abes Backa um den Mogaréb leinen südl. Zufluß des Barka) Ie unter 16 nördl. Br. und 55 östl. L. (von erro) ansässiger Volksstamm, der südlich an die unäma oder Bazen, nördlich an die Beni-Amer angrenzt. Obwohl schwarz oder wenigstens dunkelfarbig, sind sie keine Neger, aber auch keine Semiten, sondern wie die (an Zahl zehnmal so starken) Kunäma wahrscheinlich Reste einer Urbevölkerung, die von den abessin. Semiten nordwärts gedrängt wurde, Im Teil religionslos, zum Teil äußerlich um Islam bekehrt, mit rein demokratischer Verjassung und höchst merkwürdigen Rechtsbräuchen und Sitten, von denen zuerst W. Munzinger in seinen „Ostafrik. Studieno Schassh. 1864) eine sehr interessante Beschreibung gegeben hat. Feldbau treibend und friedlich, verstehen sie gleichwohl sehr gut den räuberischen Beni-Amer ihre Plünderungszüge mit gleicher Münze zu vergelten. An der Grenze des ägypt. Machtgebietes is ihre Lage ziemlich unsicher.