FeedBas (frz.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Bas (frz.), tief, niedrig, leise; als Substantivum: der Strumpf; à bas, nieder damit; de haut en bas, von oben herunter, geringschätzig; Bas-Empire, das spätere Oströmische Reich (zur Zeit seines Verfalls); bas bleu, Blaustrumpf. Bas (Batz), kleine Insel an der Nordküste der Bretagne, zum franz. Depart. Finistere, Arrondissement Morlaix, gehörig, 4 kKm lang und 3 km breit, hat drei Dörfer, den schönen und sichern Hafen Kernoc, welchen vier Strandbatterien und zwei orts verteidigen, und ein Leuchtfeuer. Der männiche Teil der etwa 1200 Seelen betragenden Bevölkerung betreibt dν und Fischerei, während die Frauen das Feld bestellen. ö Basalt ist ein schwarzes, scheinbar dichtes Gestein mit mattem, splitterigem, im großen flach muscheligem Bruche, welches zu der Gruppe der kieselsäurearmen jüngern Eruptivmassen gehört. Anscheinend vollkommen homogen, erweist es sich, ganz abgesehen von mit unbewaffnetem Auge sichtbaren porphyrischen Ausscheidungen, bei starker mikroskopischer Vergrößerung der Dünnschliffe aus einzelnen verschiedenartigen Mineralindividuen zusammengesetzt, zwischen denen häufig noch eine glasartige Masse beobachtet wird, welche ihrerseits einen Rest des ursprünglichen Schmelzflusses darstellt, aus dem der B. erstarrte. Die erwähnten mikroskopischen Mineralindividuen bestehen bei allen B. aus Augit, Olivin und Magneteisen, zu denen sich entweder trikliner Feldspat (Plagioklas), oder Nephelin, oder endlich Leucit gesellt. Man unterscheidet deshalb Plagioklasbasalt, Nephelinbasalt und Leucitbasalt, zugleich aber ergibt es sich, daß die B. nichts sind als aphanitische (d. h. dicht erscheinende) Barietäten der Dolerite und Leucitophyre. In diesen dichten B. sind größere Partien von Olivin, Augit und Hornblende ausgeschieden, sodaß porphyrartige Varietäten entstehen. Noch häufiger ist die Erscheinung, daß der B. reich ist an ursprünglich hohlen, jetzt durch Infiltration mit Kalkspat, Aragonit, Quarz und Zeolithen ausgefüllten Blasenräumen, wodurch Mandelstein oder amygdaloidischer B. erzeugt wird. Unter dem Einflusse kohlensärrehaltiger atmosphärilischer Wasser verfallen die B. einem Zersetzungs⸗ und Auslaugungsprozesse, dessen Rückstand die Wackenthone (wafferhal. tige Thonerdesilikate) bilden. Die B. sind vulkanischen Ursprungs und zum großen Teile während der Tertiärzeit emporgedrungen, jedoch bestehen auch die Ergüsse mancher unserer heutigen Vulkane (z. B. des Atna, des Vesuv) aus basaltischen Laven. Mährend letztere Ströme und Gänge bilden, treten die tertiären B. meist in Form von Kuppen, Kegeln (Eifel, Siebengebirge, Hessen, Erzgebirge, böhm. Mittelgebirge) und sich vielfach übereinander wiederholenden Decken auf (Island, schott. Inseln). Aus Plagioklasbasalt besteht z. B. der Weilberg und Olberg im Siebengebirge, der Bausberg im Habichtswald, aus Nephelinbasalt der Scheibenberg im Erzgebirge, die Pflasterkaute im Thüringerwald, aus Leucitbasalt der Pöhlberg im Erzgebirge, die Stopfelskuppe im Thüringerwald. Höchst charakteristisch ist für alle B. die Tendenz zu säulenförmiger, bei manchen auch die zu kugelförmiger Absonderung. Die vier⸗, fünf⸗ oder Hlungssache Säulen stehen meist senkrecht zur Abkühlun Sfläche der Basaltmasse, also bei Decken, Lagern und Strömen vertikal, bei Kuppen oft radial, bei Gängen horizontal. Der B. dient als treffliches Bau⸗ und Chausseematerial. Vgl. Zirkel, „Untersuchungen über die milrostopisch Zusammensetzung und Struktur der Basaltgesteine (Bonn 1870).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 523Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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