Bauerwetzel, Ziegenpeter oder Mumps . frz. Oreillons) nennt man die entzündiche Anschwellung der Ohrspeicheldrüse (Parotis) und des dieselbe umgebenden Zellgewebes. Sie bildet eine härtliche, blasse, meist schmerzlose Geschwulst der Ohr⸗ und Wangengegend, welche zuweilen die ganze Gesichtshälfte einnimmt und sogar den Kranken hindert, den Mund zu ——— und zu kauen. Seltener werden beide Ohrspei eldrüsen er-Lepten Gewöhnlich verläuft die Krankheit unter 15 die Geschwulst nach und nach verliert. Zuweilen erfolgt aber auch Übergang in Eiterung und Absceßbildung, oder auch nach plötzlichem Verschwinden bei Männern Anschwellung der Hoden (sog. metastatische Parotitis). Auch kann die Krankheit in Verhärtung übergehen. Fast immer liegt ihr Deshaub unter epidemischem Einfluß zu Grunde, weshalb meist mehrere Menschen Alten i0 von ihr befallen werden. Das jugendliche Alter zeigt vorzugsweise Prädisposition zu dieser Krankheit, welche hier und da, besonders in feuchten Gegenden, epidemisch zu errschen scheint. Zu h reicht oft einaches Bedecken der Geschwulst mit wärmenden Einu ½ und ein leichter Theeaufguß aus; plötziches Verschwinden aber verlangt kräftigere innere 8 B. Brech⸗)Mittel und Senfpflaster auf die Wange. ösartigerer Natur sind die zu typhösen Fiebern Paro zum Scharlachfieber bisweilen hinzutretenden arotidengeschwülste, indem es hier meist zu gefährlichen Eiterungen, mitunter zu tiefen Eitersenkungen längs des Halses und brandiger Zerstö⸗ —8 wichtiger Blutgefäße und Nerven kommt. auge (bouc, d. i. Gebogenes), ein Geschmeide der alten Germanen, s. unter Armbänder und auge