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GeschichteBrockhaus 1882

Bavaria, die Rer onifikation des Bayerlandes, ist in die bildende Kunst auf die gro artigste Weise eingeführt worden, indem König Ludwig I. ein Standbild derselben errichten neße welches seit dem Rhodischen Koloß in der Erzgießerkunst seinesgleien nicht hatte und nur von dem 1875 vollendeten ermanns-Denkmal (s. Hermann) übertroffen wird. Der Entwurf zu dieser auf der Theresienwiese bei München aust estellten Statue der B. rührt von Ludwig Schwanthaler her. Sie erscheint in Gestalt einer altgerman. Heroine. Ein langes, ben tiges Gewand reicht von der Hüfte bis auf den nackten Fuß. Die albnackte Brust bedeckt ein Tierfell. Das Haar fällt frei über den Rücken herab; die Stirn ist mit Eichenzweigen geschmückt. In der erhobenen Linken hält sie den Ehrenkranz von Eichenlaub, in der gegen die Brust gebogenen Rechten das Schwert. An ihrer Seite ruht Piede der pfälz. Löwe. Die Statue ist 20,5 m, das Piedestal 9,5 m hoch. Das Erz lieferten türk. und norweg. Kanonen, und es sind im ganzen 87360 kg darauf verwendet worden. Die Stärke des Metalls ist an den untern Stücken 153 em, an den obern 1½2 em. Die Kosten für das Erzbild, ohne Piede tal, betruen 233 000 Fl. Durch eine Thür in der Rückseite des estells gelangt man zu einer steinernen Treppe, we 0 mit 66 Stufen durch den Kern desselben in die Figur führt, die bis etwa zur Höhe der Waden ausgemauert ist. Eine Treppe aus Gußeisen von 58 Stufen führt weiter 199 den Hals zum Kopfe empor, wo zwei Bänke aus Erz an ebracht ind und etwa 8 Personen Platz haben. Mehrere ffnungen estatten eine weite Aussicht. Am brachtt Punkte es Kopfes ist die Inschrift angebracht: „Dieser Koloß, von Ludwig I., König von Bayern errichmtet, ist erfunden und modelliert von L. von Schwanthaler und wurde in den J. 1844—50 in Erz gegossen und aufgestellt von Ferdinand Miller. Am 7. Aug. 1850 wurde das Standbild enthüllt. ment, Arrondissement Avesnes, 21 km im von Avesnes, an der Linie Valenciennes-Maubeuge der Nordbahn, nahe dem ogneau, der zur Schelde geht, mit 1800 E., welche Eisen verarbeiten Kupfer gießen, Fett und Gle bereiten, gerben und Marmor brechen. B. ist das alte Bagacum, die Hauptstadt der Nervier, welche Cäsar eroberte, eine der wichtigsten Städte des belg. Gallien in der röm. Kaiserzeit; es finden sich hier manche röm. Altertümer Inschriften Reste von Bädern, Aquädukten, eines Tempels. Bei B. vereinigten sich acht röm. Heerstraßen, wovon sieben noch heute leicht lb weisbar sind; an dem Punkte, an welchem sie alle Eauke an Stele erhebt sich eine kleine moderne äule an Stelle einer antiken. Bavella (ital., deutsch Bafeh), Abfall⸗, Flock⸗, Florettseide. „Baveno, Flecken in der ital. Provinz Novara Lag-Mag Distrikt Pallanza, am westl. Ufer des berni: 2010 C. B. hat durch ihre Fe dspatry alle erühmte Brüche schönen roten Granits; auch 5444u15 und Kupfererz werden gewonnen. Mävins, zwei talentlose röm. — und anmaßende Kunstrichter des Horaz und Virgil. Vgl. Weichert, De C. Horatii obtrectatoribuso in der neuern uweln a und epigrammatischen Poesie kommt B. zuweilen als Typus eines schlechten und anmaßenden Dichters vor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 614Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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