FeedBebel (Ferd. Aug.)
AllerleiBrockhaus 1882

Bebel (Ferd. Aug.), einer der Führer der sozialdemokratischen Partei in inder Sornt geb. 22. Febr. 1840 zu Köln, erhielt erst in der elegenen Brauweiler, dann in der Bürgerschule zu etzlar seinen Jugendunterricht, erlernte nachher das Drechslerhandwerk und ließ sich als Drechslermeister in Le mit großem Eser der t Lasaul Arbeiterbewegung eschlossen, welche seit alles Auftreten einen letete in diesem Sinne den leipziger Arbeiterbilt ie atte. Auch auf den dessen Präsident er seit 1865 war. beitervereine, dessen Mitglied er war, wußte er in sozialdemokratischem Sinne Einfluß 2 üben. Der 17. Wahlkreis des Königreichs Sach Meerane) wählte ihn in den Norddeutschen Reichstag, ins Zollparlament und in den ersten zugtec Reichstag. Hier sowohl wie in der Riche zeigte sich B. als einer der begabtesten und schlagfertigsten Führer seiner Partei, die sich im Unterschiede von der sog. Lassalleschen die Eisenacher Arbeiterparteis nannte, und welche mit dem von Marx in London eleiteten Internationalen Arbeiterbund in engerer eziehung stand. Im J. 1872 der Vorbereitung des ochverrats b das Deutsche Reich angeklagt, urde er nebst Liebknecht vom Schwurgericht zu Leipzig 26. März 1872 zu zwei aulicer Festungshaft und wegen Beleidigung des Deut demselben Gerichtshofe zu neunmonatlicher Gw.⸗ + verurteilt; gleichzeitig wurde ihm das eichstagsmandat aberkannt, das er aber bei einer ö Neuwahl im Jan. 1873 mit bedeutend größerer Majorität von seinem alten Wahlkreise wieder übertragen erhielt. Im J. 1877 nahm er, da er doppelt gewählt worden war, ein Mandat für Dresden an, 2 das ihm trotz des der Bodels welchen die Sozialdemokratie infolge der Höde schen und Nobilingschen Attentate erfuhr, auch 1878 erhalten blieb. Bei den k Wahlen für die Zweite Kammer des sächsischen l Landtags im Sommer 1881 erhielt er ein Mandat m Wahlkreise Leipzig-Land; im Herbst 1881 stand bei den Wahlen zum Deutschen Reichstage vier-t mal (in Leipzig, Dresden, Berlin IV und Nainz)d der Stichwahl, blieb aber stets in der Minorität. n Außer mehrern Agitationsschriften schrieb B. die se kriego, Die parlamentarische Thätigkeit des Deut-in schen Reichstags und der Landtager, «Christentum h. und Sozialismuso u. a. m.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 662Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Allerlei 6