Bebenhausen, ehemaliges istercienserkloster, 4 km nordwestlich von Tübingen, 1183 gestiftet vom falzgrafen Rudolf, seit 1560 mit evang. Abt und losterschule, seit 1807 königl. Jagdschloß. B. gebrz zu den schönsten Baudenkmälern Württemergs. Die Klosterkirche, ursprüngl. in roman. Stil erbaut, wurde später teilweise in gotischem renoviert und hat einen prächtigen, 1407—9 aufgeführten, durchbrochenen Turm über der Vierung; auch das Refektorium mit zierlichem Türmchen und der Kreuzgang im Kloster (1460—96 erbaut) sind im reinsten 53 Stile gehalten. Vgl. Frölich, „Das Kloster B.y (Tüb. 1873).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 662Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei