Becker (Aug.), Dichter und Schriftsteller geb. 27. April 1828 zu Klingenmünster in der hein-Rah widmete sich 1847 — 50 Phil Universität zu! lunchen dem Studium der Auche Tan und Geschichte und begann seine litterarische Laufbahn mit einer Preisnovelle, «Die Festjungfraun und einem lyrischen Epos, « Jung-Friedel, der Spielmanno das eine günstige Aufnahme fand. Dasselbe enthält poetische Bilder aus dem 16. Jahrh. mit eingestreuten lyrischen Partien. Seit 1855 Mitarbeiter der augsburger Allgemeinen Zeitungo, redigierte er von 1859 — 64 die Isar-Zeitungo in großdeutsch-liberaler Tendenz. Mit dem Eingehen dieses Blattes vertauschte B. seine bisherige publizistische Thätigkeit mit der belletristischen. Außer einer schon früher erschienenen Sammlung von Novellen (Pest 1856) und dem anziehend geschriebenen Skizzenbuch Die Pfalz und die Pfälzer» (Lpz. 1858) veröffentlichte er folgende kulturgeschichtliche Romane, die sich sowohl durch treffende Charakteristik als spannende Komposition auszeichnen: „Des Rabbi Vermächtnisv (6 Bde., Berl. 1866—67), Hedwigy (2Bde., Berl. 1868), Vervehmte (4 Bde., Berl. 1868). Dieser letztere Roman zog dem Dichter viele sontichte zu, weil er in demselben noch lebende Persönlichkeiten des bayr. Hofs geschildert hatte. Im Jan. 1868 war B. bereits nach Eisenach übergesiedelt, wo er seine spätern Novellen⸗ und Romandichtungen vollendete: Aus Stadt und Dorfo (Berl. 1869), Der Karfunkele (Berl. 1870), Der Nirxenfischerd (2 Bde.,Berl. 1871),Das Turmkätherleino (4 Bde., Lpz. 1872). Anfang 1875 siedelte B. nach Landau über und veröffentlichte die Romane: „Meine Schwester » (4 Bde., Wismar 1876), in welchem er das Treiben der Lola Montez in — und die revolutionäre Bewegung von 1848 in Bayern darstellt, sowie «Maler Schönbarte (3. Aufl., Kassel 1878) und Auf Waldwegen» (Stuttg. 1881).