FeedBecquerel (Antoine Cesar)
TechnikBrockhaus 1882

Becquerel (Antoine Cesar), franz. Physiler, geb. 7. März 1788 zu Chtillon-sur-Loing im De-Pari Loiret, besuchte die Polytechnische 8 ule zu aris und trat 1808 als Genieoffizier in die Armee. Er wohnte den Feldzügen von 1810—12 in Spanien bei, leistete bei verschiedenen Belagerungen, namentlich der von Tarragona, ausgezeichnete Zucktet und avancierte zum Kapitän. Nach seiner Rückkehr wurde er Studieninspektor an der olytechnischen Schule und 1814 dem Generalstabe der Armee beigeor net, nahm jedoch 1815 als Bataillonschef seine Entlassung, um sich fortan ausschließlich den Naturwissenschaften zu widmen. Die Ergebnisse seiner physik. und chem. Untersuchungen veröffentlichte er seit 1819 in den Annales de Physique et de chimie sowie seit 1829 in den Mémoiresd und „Comptes-renduso der Akademie der Wissenschaften, nachdem er 1829 Mitglied dieser Körperschaft geworden war. Mit vorzüglichem Erfolge beschäftigte er sich mit Untersuchun en über Elektricität und Magnetismus, deren 1*½ tate er in den Werken Traité expérimental de Lélectricité et du maguetismen (7 Bde., Par.1834 —40; neue Bearbeitung, Bde., Paris 1855), Eléments d'électro-chimien (Par. 1843; deutsch, Erf. 1845) und Traité complet de magnétismeo (Par. 1845) niederlegte. Von d 97.1 übrigen wissenschaftlichen Arbeiten sind eder «Traité de physique dans ses rapports „avec la chimien (2 Bde., Par. 1842—44) und nEléments de physique terrestre et de météorologies (Paris 1847) hervorzuheben. Er starb zu 5Paris 18. Jan. 1878. — Sein ältester Sohn, i Louis Alfred B., geb. 1814 zu Paris, praktischer nArzt 9 gest. im März 1862, hat sich durch mehrere pathol. Schriften, wie den Traité e inique des maladies de Puterus „ (2 Bde., Par. 1849), „aSéméiotique des urinsd (Par. 1841; deutsch von Neubert, Lpz. 1842) und „Des applications de Pelectricité à la thérapeutique médicale (Par. „1857; 2. Aufl. 1860), einen Namen erworben. — eDer jüngere Sohn, Alexandre Edmond B., „geb. 24. März 1820 zu Paris, seit 1853 Professor der Physik am Aonseratoritm der Künste und Handwerke daselbst, hat sich durch Untersuchungen über elektrisches Licht, den photographischen Prozeß Hund andere physik.⸗chem. Gegenstände bekannt gesmacht. Von seinen Schriften sind zu erwähnen: Mémoires sur les lois, qui président à la décomposition électro-chimique des corpso (Par. 1849), Recherches sur les effets électriques v (Par. 1852—55), Etudes sur Pexposition de Londres- (Par. 1862), La lumière, ses causes et ses effetso Beese oder Betse, südslaw. Bede geschrieben (spr. Betsche), ist der Name von zwei wichtigen Handelsplätzen in Ungarn. Alt⸗ oder Serbif . B., ungar. O-Becse oder Racz-Beese, großer Marktfleken und Dampfschiffahrtsstation im Komitat Bäcs (1849—60Kreis Neusatz und Zombor), 40km nordnordöstlich von Neusatz, am rechten Theißufer, hat (1880) 15040 E.; eine kath. und eine riech.⸗ orientalische Kirche, eine Synagoge und starken Getreidehandel. Der Ort wurde 1526 und 1551 von den Türken erobert. — Neu⸗ oder Türkisch⸗ „Iungar. Uj⸗ oder Török-B., Marktflecken und Dampfschiffahrtsstation im Komitat Torontal, am linken Ufer der Theiß, 7,5 Km unterhalb und m vom vorigen, hat ein Stualische Schloß, eine kath. und eine ohe orientalische Kirche mit hohen Türmen, große Hur-astohen und zählt 7200, mit dem unmittelbar anstoßenden Dorfe Franyova über 14400 C., die bedeutenden Feldbau treiben. Der Ort besitzt ein Bezirks ericht, eine Post⸗ und Rüdemartte idere und 5 einer der rößten Getreidemärkte in der Dort auch die Pußia chen Monarchie. Zu ihm gehört auch die Pußta Borjas und eine na Beese do Theißinsel, mit Überresten des Jahrh. ecse, das in den Türkenkriegen des 16. Jahrh. eine Rolle spielte. In der Umgebung von B. wurden in neuester Zeit interessante archäologische Funde gemacht. Beeskerek oder Betskerek (spr. Betschkören), zwei Ortschaften in Ungarn. Groß-⸗Becskerek, ungar. Nagy-Becskerek, Hauptstadt des Torontaler Komitats, an der Bega und deren Kanal, 75 km südwestlich von Temesvar, hat zwei kath., zwei griech.⸗orient. und eine prot. Kirche, eine Synagoge, ein Komitatsgebäude und ein Stadthaus; die innere Stadt ist gut gebaut, besitzt in diesem Teile auch gutes Straßenpflaster mit Trottoirs und wohlerhaltene Promenaden. Auch befinden ich daselbst ein Obergymnasium und andere Schulen, ein Piaristenkollegium (seit 1846), eine höhere Madein Theater, ein Kasino. Die Stadt zählt (1880) 19 529 E.; diese * nationell sehr gemischt: Deutsche, Serben, Magyaren, Slowaken, Rumänen und Bulgaren. Die Hauptbeschäftigungen derselden sind nebst dem Acker⸗ und einigem Weinbau insbesondere Gewerbe, — u Zwischer namentlich mit Getreide und Rindvieh. Zwischen B. und Temesvar anmher auf dem Begakanal ein Klein-Becskerek, ungar. Kis-Beeskerek, Dorf im Komitat Temes, 15 km im Westnord7% von Temesvar, mit 3263 E., vorzüglichem — dbau, Bienen⸗ und Schafzucht, sowie Handel mit olle und Honig. Die Bewohner sind kath. Deutsche und griech.⸗orient. Serben und Rumänen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 676Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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