Begonia, artenreiche, von Linné zu Ehren des Marine-Intendanten Begon benannte Pflanzengattung aus der nach ihr benannten Familie der Begoniaceen. Die Begonien sind der Mehrzahl nach perennierende, nur zum kleinsten Teil einjährige Kräuter der Tropengegenden, namentlich des tropischen Amerika, welche sich durch knotige, saftvolle Stengel und schön oder seltsam geformte und oft sehr eigentümlich gefärbte Blätter mit ungleicher Basis auszeichnen. Der letztere Umstand hat 8 0 den Namen Schiefblatt zugezogen, den diese gegenwärtig als Blatt Gen Bolts sehr beliebten Gewächse in der demschem Volkssprache zu Gtliche flegen. Die Begonien bringen eingeschlechtliche Blüten hervor, welche gewöhnlich in blattwinke lständige Trugdolden gruppiert erscheinen. Die männlichen besitzen ein vierblätteriges, gefärbtes Perigon, dessen dede äußere Blätter die beiden an dern an Größe bedeutend übertreffen, und viele Staubgeigen die weiblichen bestehen aus einem un terstänigen, dreifächerigen, mit drei Flügeln versehenen Fruchtknoten, einem vier⸗ bis neunteiligen Per igon und sechs kurzen, walzigen, zweispaltigen Griffeln mit verdickten Narben. Aus dem Fruchtknoten entsteht eine dreifächerige, dreifach geflügelte vielsamige Kapsel mit kleinen Samen. Die Begonien besitzen eine außerordentlich große Vermehrungsfähigkeit und wachsen bei passender aededenän sehr rasch. Ihre Zucht ist leicht. Sie ge eihen in lockerer, mit Sand vermengter Lauberde bei etwas schattigem Standort, welcher gegen Frost im Winter gesichert ist, und bei reichlicher Bewässerun ulich rend des Sommers vorzüglich, am besten „ wenn sie während der kalten den sich d im Warmhause stehen können. Sie lassen sich durch Ableger und Knospen leicht vermehren. Letztere wachsen „ ar aus abgeschnittenen und in die Erde gelegten lättern in großer Menge hervor. Man kultiviert jetzt in den Gewächshäusern und botan. Gärten eine sehr große Anzahl von Begonien. Mehrere sind zu Modezimmerpflanzen geworden, z. B. die B. Rex, deren große, schiefherzförmige Blätter auf der untern Seite samt dem Stiele purpurrot überlaufen, auf der obern schön dunkelgrün und mit einem dem Rande parallelen breiten Silberbande sowie mit silbernen Flecken geziert sind; ferner die niedliche B. eximia, mit oberseits silberweißen ngestreiften, unterseits ebenfalls purpurroten lättern u. a. m.