Beiwerk nennt man bei einem Werke der bildenden Kunst diejenigen Gegenstände, die nicht die unmittelbaren Sediel der Idee des Kunstwerks zur Darstellung desselben also nicht unumgängli notwendig sind. Das B. — die Aufgabe, dem Hauptgegenstande des Kunstwerks gewissermaßen eine Sphäre zu schaffen, die seinen Sinn erklären licke und eine für das Verständnis der Idee förderiche Stimmung hervorruft. Sind leblose Gegenstände der Hauptstoff des Kunstwerks, so ist von einem B. in obigem Sinne nicht mehr die Rede. Entweder ist dann das Geringfügigste gleich wichtig, wie beim Stillleben, oder man hat für andersartige, sekundäre Elemente andere Bezeichnungen, wie bei der Landschaft: Staffage (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 704Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei