FeedBeizen des Getreides hat den Zweck
Sport & SpielBrockhaus 1882

Beizen des Getreides hat den Zweck, die an dem Saatkorn der Gramineen, namentlich des Weizens, des Roggens, der Gerste und des Hafers befindlichen Pilzsporen und zwar besonders die Sporen des Stein⸗ oder Stinkbrandes, Tilletia, und diejenigen des Staub⸗ oder Flugbrandes, Ustilago, zu zerstören. Gegen die erstern el. sich die Anwendung des Kupfervitriols (schwefelsaures Kupferoxyd) ausgezeichnet bewährt. Man nimmt auf 3 hl Saat 0,5 kg Kupfervitriol, löst dasselbe in Wasser und gibt hierzu in einem Bottiche so viel Wasser, daß die Saat vollständig von letzterm bedeckt ist. Nach 24stündigem Liegen in dieser Lösung ist die Keimkraft aller Pilzsporen getötet, während die Getreidekörner selbst völlig unversehrt geblieben sind und nach dem Trocknen ohne weiteres zum Aussäen benutzt werden können. Beim Beizen des Korns gegen den Staubbrand verfährt man ebenso, nur mit dem Unterschied, daß man auf 100 kg Wasser 1,5 kgeengl. cn Rr von 66e Beaumé verwendet und das B. nur 10 Stunden lang vornimmt. Vgl. Kühn, Die

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 704Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sport & Spiel 6