FeedBelling (Wilh. Sebastian von)
GeschichteBrockhaus 1882

Belling (Wilh. Sebastian von), Husarengeneral Friedrichs d. Gr., geb. 15. Febr. 1719 zu Paulsdorf in Ostpreußen, wurde im Kadettenkorps erhagan und trat 1737 als Fähnrich in ein Garnisonataillon . Kolberg. Auf Befehl Königs Friedrich Wilhelm I. ward er 1739 seiner Kleinheit wegen als Kornett dem litauischen Husarenkorps des Prinzen von Anhalt-Dessau versetzt. Bei der Vermehrung der Husaren 1741 kam B. zum Zietenschen Regiment, in welchem er bis zum Schwadronschef aufrückte und bis 1747 blieb. Im J. 1749 wurde er Major bei den braunen Husaren (Regiment Wechmar), kämpfte auch im Feldzuge von 1757 mit uszeichnung, wurde 1758 Oberstlieutenant und zum Führer eines neuerrichteten Husarendataillons ernannt und führte mit diesem viele kühne Unternehmungen in der ern und eain Am 15. April 1759 nahm B. als Oberst und Regiments-Dif bei Basberg zwei kaiserl. Regimenter gefangen. Den größten Ruhm erwarb er aber in Pommern, wo er mit seinem schwarzen Husarenregiment und weniger Infanterie der ganzen schwed. Armee die Spitze bot und drei sehr glückliche Feldzüge führte. Er kämp te sodann 1762 in Sachsen unter dem Prinzen Heinrich bei Freiberg und wurde zum Generalmajor befördert, 1776 zum Generallieutenant; sein Husarenregiment war seit 1761 drei Bataillone mit zusammen 2050 Mann stark. Im Bayerischen Erbfolgekriege that 0 B. abermals hervor. Nach dem Frieden von + en starb er in seiner Garnilücher, der als schwed. Kornett beim Kavelpaß in Mecklenburg 29. 8 1760 gefangen worden war, bewogen, in preuß. Dienste zu treten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 744Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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