Bendavid (Lazarus), —— und Mathematiker, geb. 18. Okt. 1762 zu Berlin von jüd. Eltern, wurde Glasschleifer, widmete sich aber daneben mit Eifer und Erfolg wissens ftlichen Studien und machte namentlich in der Mathematik solche Fortchritte, daß er 1785 zu Berlin eine Theorie der erk Das mathem. Unendlicher (Berl. 1789) veroffentlicht, auch in Berlin öffentlich mathem. und ästhetische Vorlesungen gehalten, wandte er sich 1790 nach Göttingen, wo er unter Lichtenberg und Gmelin Physik und Chemie, unter Planck Kirchengeschichte örte. Inzwischen von der Kantschen Philosophie ebhaft ergriffen, aing er nach Wien und elr unter allgemeinem Beifall mehrere Jahre Vorlesungen über die kritische Philosophie und Asthetik. Ein allgemeines Verbot gegen die Fremden nötigte ihn jedoch 1797 zur Rücktehr nach Berlin, wo er in einen mündlichen Vorträgen und schriftstelleri chen rbeiten fortfuhr und sich als Direktor der jüd. Freischule viele Verdienste erwarb. Zur Zeit der Franzosenherrschaft redigierte er mit großer Umsicht die Marz e⸗ und S Zeitungr. Er 28. rz 1832. Unter seinen +½ riften sind Vernunfto (Wien 1796 „(Vorlesungen über Kritik der Urteilskrafto (Wien Verst VWersu einer Geschmackslehres (Berl.1798), (Versuch einer Rechtslehres (Berl. 1802) und die Preisschrift Uber 1. ube unserer Erkenntniso (Berl. 1802). sten Maler der Düsseldorfer Schule, geb. 3. —0 1811 zu Berlin, widmete sich 1628 in Düsseldorf unter W. Schadow der Malerei. Schon in einzelnen Jugendarbeiten, z. B. in Boas und Ruth, bekundete er ein bedeutendes Talent, und bereits 1832 vollendetes großes Gemälde: Die trauern-Juden (nach dem 137. Wert de wurde als Mei-Ein zweites größeres Bild, Zwei Mädchen am Brunnen (1833) 0 IV. von Preußen ankaufte und das in einer en ist. Einen idyllischen Charakter tragen: Die Hirtin, in der Sa 9.0 des Grafen nenr serh. er den nsaal sowie den Ball⸗ und Konzertsaal im königl. Schlosse mit Fresken. Im Thronsaal bilden vier große Wandbilder aus dem Leben Kaiser Heinrichs des Städteerbauers, zugleich Darstellunen aus dem Berufskreise der vier Stände, die auptstücke der Anlage. Gegenüber umgeben in 16 großen Gestalten Leße tliche Helden und „Gesetzgeber den Thronsessel. Oben läuft ein reich-Rueide r Fries um den ganzen Saal, der in einer eihe von Bildern den dahlau Kreis menschlichen Lebens und Schicksals durchläuft. Der Ball⸗ und Konzertsaal Nae außer einer Darstellung der sieben Kanste,eine eihenfolge von Gegenständen der griech. Sage und Ges * Der Fries enthält, im Gegensatz zu dem des Thronsaals, Bilder aus dem Privaten der alten Griechen. Von einem großen Teil der Fresken hat Bürkner Daonldern Radierungen geliefert. Sonst sind von Olbildern, die B. in Dresden malte, noch der Kaiser Lothar II. für den Romer u Frankfurt, die Nausikaa für König Friedrich Wildem IV. und Ulysses und Penelope im Museum Kassel hervorzuheben. Im J. 1859 folgte B. em Rufe als Direktor der Akademie zu Düsseldorf legte dieses Amt jedoch 1867 wieder nieder. Seitdem lieferte er die Wandgemälde im Schwurgerichtsebäude zu Naumburg, den Tod des lin matter Dlfarbe) 1866 den Fries für die Realschule zu Düsseldorf (Allegorien und 20 Bildnisse großer Deutscher), außerdem die Porträts Wilh. von Schadows (für die Akademie zu Antwerpen) und des Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, endlich 1872 das große Olbild: Die ngenschnft, der Juden in die Babylonische Gefangen Cn für die Nationalgalerie in Berlin. Für den orneliussaal der berliner Nationalgalerie malte er 1875 die Gewölbekappen, zwei Jahre später entstand das von der antwerpener Akademie erworbene Olgemälde: Penelope, 1880 drei größere Bilder, die Fahrt durch die Wüste gleichnisartig darstellend. Bis künstlerische Richtung ist im allgemeinen diejenige, welche à Doseld. die größere Mehrzahl der Leistungen der Düsseldorfer Schule Momented In seinen Bildern ist das lyrische Moment, die Darstellung des Gemütszustandes im Gegensatz zur dramatisch entwickelten Handlung, vorwiegend. Seine persönliche Eigentümlichkeit aber beruht in der edelsten und reinsten Grazie, welche sich durch ein vollendetes Ebenmaß in Zeichnung und Komposition, durch die liebenswürdigste Naivetät der Naturauffassung und durch ein zartes und harmonisches, obgleich vollkommen naturkräftiges Kolorit ankündigt. Diese Eigenaften treten besonders in einem seiner besten erke hervor, in dem Bildnisse seiner Gattin, einer Tochter G. Schadows, mit der er seit 1838 vermählt ist.