Benunisch oder Bensch, Stadt in Osterreichisch-Schlesien, in der Bezirkshauptmannschaft Freudenthal, mit (1880) 4200 C. deut cher Zunge, die neben den städtischen Gewerben Ackerbau treiben. Ehemals wurde in der Umgebung auf Silber gebaut, — ist daselbst die Baumwoll⸗ und Leinenindustrie Sabrh⸗ von Beneschau, von denen sie im 12. Beuno der Cobnd zehnter Bischof von Meißen, — 1010 als Sohn des Grafen Werner von Wolenberg, erhielt durch den ihm verwandten Bischof Bernward zu Hildesheim eine gelehrte Erziehung, ward 1028 Mönch, 1035 Diakon, 1040 Priester, 1051 Domherr zu Goslar und 1066 du uncher rich IV. Bischof von Meißen. der Sache icher Tellnahme an der Verschwörung der Sachsen ward B. 1075 von Heinrich IV. gefangen gesetzt, 1076 aane neuem Gelöbnis der Treue in seine Diöcese entlassen, aber 1075 wiederum gefangen genommen und 1085 seines Bistums entsetzt. na völliger Demütigung erhielt er dasselbe 1087 zu und wirkte jetzt, von weltlichen Händeln sich fern —4 den Grundsätzen Gregors VII. treu mit fer für — des kirchlichen Lebens, für Bekehbau der meißener +2* Er starb 16. Juni den neuen Abgott und alten Raufel der zu Meißen ig gesprochen. egen schrie „Wider soll erhoben werden-s. Seine Gebeine wurden 1576 nach München gebracht, wo B. als Patron der Stadt und des Landes verehrt wird; ein Teil derselben ward von Karl VII. der kath. Gemeinde zu Dresden geschenkt. Vgl. Emsers uitiches Vita Bennoniss (Lpz. 1512) und Seyfarts kritisches Beudit de Sainte-More, altfranz. Dichter des 12. —— aus der Normandie, lebte und dichtete unter der Regierung Heinrichs II. von England. Seinen vollständigen Namen hat er nur in einem seiner Werke, dem Roman de Troies cherausg. von Joly, 2 Bde., Par. 1870—71) genannt, welches Werk er nach der lat. Bearbeitung des sog. Dares unter Benutzung des sog. Dictys und anderer Quellen, wie Ovids Metamorphoseno, um 1184 verfaßte. Nur Benoit nennt er sich in der ereimten Chronique des ducs de Normandie die aber unzweifelhaft von demselben Verfasser herrt und die er auf Veranlassung Heinrichs II. nach 1130 nach lat. Quellen, 9. 2 ächlich nach Guillaume von Poitiers, schrieb. Aber noch ein drittes Werk, welches ohne Namen überliefert ist, darf ihm beigelegt werden, der Roman d' Eneaso Sto unediert), der auf 15 ne beruht, aber den Stoff ins ritterliche Gewand des Mittelalters kleidet; auf dies frühere Werk beruft er sich in dem spätern Roman de Troieb. Während der Eneasvon Heinr, von Veldeke noch im 12. Jahrh. ins Deutsche übertragen wurde, unternahm im Anfang des 13. Jahrh. der hess. Dichter Herbart von 5 lar eine deutsche beitung des „Roman de Troies. on diese Thatsache bekundet das Ansehen 1nd die Verbreitung, welche B.s Werke genossen, und wirklich —.— er zu den ersten Dichtern Frankreichs, die gefällige und ewandte Darstellung zeigen, wenn auch sein rojanerkrieg; etwas breit ausgesponnen ist und sein Geschichtswerk einen trockenen Chronikenstil an sich trägt. Beuoit (Peter), belg. Musiker, geb. 17. Aug. 1834 zu Harlebeke in Flandern, im Konservatorium zu Brüssel gebildet, erhielt 1857 für ie Kantate Die Totung Abelsv ein staatliches Reisestipendium, ng unch Deutschland und wurde hier ein Anhänger er durch Wagner und Liszt vertretenen Richtung. Ind 1861 begab er sich nach Paris; in sein Vaterzurüdgekehrt, wurde er der Leiter der sog. nationalen oder vlämischen Bewegung und als solcher auch 1867 Direktor des neuerrichteten Konservatoriums in N+ Mit seinen Opern, Oratorien (Luciferꝰ, Die Schelde⸗ „Die streitende, leidende und triumphierende Kircher) und Kantaten (Der Eriolh und someißdi Werken hat B. nur weni Erfolg gehabt, weil dieselben bei ihrem großen Aufwand der Mittel und dem dadurch verursachten Lärm einen zu geringen Kunstgehalt besern Benoiton efrz.) bezeichnet eine den be ern Klassen angehörige Person, die im Handeln und Spr die Demimonde nachahmt. Der Ausdruck ist Sardous Stücke La famille Benoiton entlehnt. Benrath, Dorf in der preuß. Rheinprovinz, Recierungsbezirk Düsseldorf, Landkreis Dusselborf, mit sechs andern Ortschaften zu einer Bürgermeisterei vereinigt, liegt unweit des Rheins, 10 kKm oberhalb Düsseldorf an der Köln-Mindener Eisenbahn und zählt (1880) 2392 E. Das sane de vom Kur; fürsten Karl Theodor nach dem Plane des Generalbaudirektors von Pigage 1756—60 erbaute Schloß mit sehenswerter Orangerie, früher Residenzdes prinzen Leopold von Hohenzollern, des Kandidaten auf den span. Königsthron (1870),i 5 unbewohnt. Bensberg, Dorf mit 1690 (Bürgermeisterei 1880] 10351) E. im Kreise Mülheim am Amtsgerichts, Endpunkt der Zweiglinie Mül eim-B. 14 km) der Bergisch-Märkischen Bahn, liegt in chöner Gegend am Rande des Berglandes, unfern es ann Wihelm In dem 1710 vom Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz im toscan. Stile erbauten Schlosse befindet sich seit 1840 eine preuß. Kadettenanstalt. Das Belvedere gewährt eine prachtvolle und weite Aussicht. J. 1855 hat der Kaiser von Osterreich am Fuße des Schloßbergs eine ot. Dentfäule errichten lassen für die nach der chlacht von Jemappes in dem damals hert Lazarett eingerichteten Schlosse gestorbenen Osterreicher, deren Zahl sich auf gegen 2000 belief. In der Nähe liegen mehrere bedeutende Blende⸗ und Bleigruben, von denen die Grube Lüderich der Sage nach schon in der heidnischen Zeit ausgebeutet worden sein soll. Beuschen bransl chen, Ausdruck des Judendeutsch, verderbt aus lat. benedicere), segnen, den Segen sprechen, besonders das Gebet nach Tisch