Bergpartei, oder nur B erg(Montagne), hieß in der ersten Französischen Revolution im Nationalkonvent (s. d.) die Gruppe der radikalsten Revolutionsmänner, weil dieselbe auf den höher gelegenen Bänken des Verf ammlungssaals 996 Sitze genommen hatte. 0 den Mitgliedern des Bergs (Montagnards) geörten vornehmlich Danton, Marat, Robespierre, Saint-Just, Collot d'Herbois und andere Anhänger des Terrorismus. Dem Berg entgegen stand die Partei der Ebene (Plaine) oder der Girondisten (. welche die ebengelegenen Sitzplätze im Fond des Saals innehatten. Nach dem Untergange der Gironde nannte man die Ebene auch den Sumpf (Marais), weil dieser weite Raum, im Gegensatz ö zum Berge, alle die Persönlichkeiten und Parteitrümmer enthielt, die nicht selbständig stimmten,‚ ! sondern unter der Herrschaft des Bergs und seiner Häupter handelten. Nach dem 82 der Schreckensmänner verloren die Reste der B. Ansehen und Bedeutung. Vgl. Claretie, Les derniers Montagnardso (Par. 1874).