FeedBergschulen
NaturlehreBrockhaus 1882

Bergschulen sind Lehranstalten niederer Ordnung, bestimmt, junge, körperlich kräftige und befähigte Männer aus dem Arbeiterstande zu Unteraufsehern, Steigern, Obersteigern und Werkmeistern für den Erz⸗ und Kohlenbergbau heranzubilden. Der Vorbildung der jungen Leute entsprechend kann der Unterricht daher nur ein ganz elementarer sein, der sich zumeist nur auf die Praris tützt; außer in der Bergbaukunst und der niedern Markscheidekunst wird Unterricht im Zeichnen, in der niedern Mathematik, Geometrie, Mineralogie und 1. B. sowie in der Buch⸗ und Registerführung erteilt. Der Kursus auf den B. dauert meist vier 9— re. Die Bergschüler haben neben dem Bergschulunterricht, welcher ihnen frei gewährt wird, gegen ihre G. auf einer Grube als wirkliche Bergarbeiter ihre Schichten zu verfahren. Es gibt daher B. nur an solchen Orten, wo Bergbau in unmittelbarer Nähe beergseife ist ein pechschwarzes oder bläulichschwarzes, undurchsichtiges, sehr weiches und mildes thonartiges Mineral, welches sich fettig anfühlt, nicht abfärbt, aber wie schwarze Kreide schreibt und an der Zunge klebt. Es findet sich in Olkusz in Polen, Bilin in Böhmen, auch bei Waltershausen in Thüringen, hier in 15 em mächtigen Lagern zwischen Lehm und Thon und wird unter dem Namen Bock150 um Waschen grober Zeuge benutzt. Die meiste B. ist wohl nur ein von Bitumen oder Kohle gefärbter fetter eisenhaltiger Letten oder Thon.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 827Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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