Bertrand (Friedr. Oskar), namhafter Landwirt, geb. 1824 in Heilbronn, aen, die landwirtschaftliche Akademie zu Hohenheim, war dann zwei Jahre als Okonomieverwalter in Württemberg thätig und wurde 1847 Verwalter des großen Gutes Ostin bei Namur, das er namentlich durch Einführung der bisher auf dem Kontinent unbekannten Drainage mit Thonröhren zu einer Muster⸗ —. ++. Im J. 1849 wurde zu Ostin eine praktische Ackerbauschule errichtet und B. die Leitung à Tawa übertragen; auch wurde er 1853 in den Verwaltungsrat des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Belgien berufen. Nachdem 1855 Ostin in andere Hände übergegangen war, nahm er 1857 die Stelle als Oberverwalter des dem Herzog Alfred von Croy gehörigen Gutes Carthaus-Weddern in Westfalen an, welches er ebenfalls schnell emporbrachte. Auch gab B. den Conversations-Lexikon. 13. Aufl. II. Anstoß — Gründung von Ackerbauschulen in Westfalen. Seit 1869 steht B. an der Spitze der Domänenverwaltung des Herzogs von Croy. rii zahlreichen Abhandlungen über landwirtschaftliche Geenstände schrieb B. ein mit dem Koppe-Preis röntes Werk: «Ackerbau und Viehzucht für den kleinen Landwirty (3. Aufl., Münst. 1871), und aliber landwirtschaftliche Pachtverträger (Bresl. 1870).