FeedBernhardt (August)
AllerleiBrockhaus 1882

Bernhardt (August), verdienter Forstmann, eb. 28. Sept. 1831 zu Sobernheim a. d. Nahe, tudierte als preuß. Feldjäger 1855 — 57 auf der orstakademie Neustadt-Eberswalde, wurde 1864 berförster in Lützel in Westfalen und 1869 Mitlied der Prüfungskommission in Berlin. Nach eendigung des onabeanter Vawen Kriegs fand er als Forstinspektionsbeamter Verwendung in Metz, ubernahm 1871 die 38 mn 5 als Dirigent des forstlichen Versuchswesens in Eberswalde, zugleich als Lehrer die Vorträge über Geschichte und Statistik an dieser Akademie; 1872 wurde er zum Forstmeister und 1878 als Oberforstmeister zum Direktor der Forstakademie Münden ernannt. Er starb daselbst 14. Juni 1879. B. war seit 1873 Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses, wo er der national-liberalen Partei angehörte. Von seinen litterarischen Arbeiten verdient namentlich hervorgehoben zu werden: «Geschichte des Waldeigentums, der Waldwirtschaft und Forstwissenschaft in Deutschlando (3 Bde., Berl. 1872—75). Ferner sind erwähnenswert: Die Haubergswirtschaft im Kreise Siegeny (Münster 1867), Die Waldwirtschaft und der Waldschutz mit besonderer Rücksicht auf die Waldchutzgesetzgebung in Preußenv (Berl. 1869), „Die sorstichen erhältnisse in Deutsch-Lothringen (Berl. 1871), Forststatistik Deutschlandso (Berl. 1872), nik des deutschen Forstwesenso, welche B. begründet und von der er bis 1878 vier Jahrgänge herausgab.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 865Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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