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GeschichteBrockhaus 1882

Besborodko (Alexander Andrejewitsch, Fürst), russ. Staatsmann, geb. 1742 in Kleinrußland, begleitete als Sekretär den Feldmars chall Rumjanzow auf dessen Feldzügen gegen die Türken, wurde dann bei der im Koleun angestellt und 1780 Staatssekretär im Kollegium des Auswärtigen. Seitdem, und noch mehr seit Panins Tode, 1783, genoß er das ganze Vertrauen der Kaiserin Katharina II. Von Joseph II. 1784 zum deutschen Reichsgrafen erhoben und im Besitze großen Reichtums, verband er sich mit der Familie Woronzow und wurde infolge dessen ein Gegner Potemkins. Um mit der Pforte die Friedensunterhandlungen fortzusetzen, die Potemkin abgebrochen, sandte ihn Katharina 1791 nach Jassy, und B. schloß den +0 zu ihrer Zufriedenheit ab. Nach der Rückkehr stieg sein Ansehen immer mehr. päter verdrängte ihn der Günstling Platon Subow, ohne daß er geradezu in Ungnade fiel. Nach Pauls I. Thronbesteigung ward er zum Reichskanzler und in den Fürstenstand eroben und 1798 beauftragt, ein Bündnis zwischen ußland und England gegen Frankreich zu schließen. Er starb 9. Aug. 1799 in Petersburg. B. war ein roßer Kunstliebhaber und sammelte eine bedeutende Bemäldegalerie. Von der mit dem Admiral Grafen Kuschelew vermählten Tochter seines Bruders, des Grafen Ilia B. (gest. 1814), stammen die Grafen B. Eigentum.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 888Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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