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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Bias, einer der Sieben Weisen aus Priene in Jonien lebte zur Zeit des lydischen Königs Alyattes und dessen Sohnes Krösus, um 625—540 v. Chr. sprach vor Gericht für Angeklagte, von deren Unschuld er überzeugt war, und war berühmt durch die Weisheit seiner eigenen Richtersprüche. Als Priene von den Persern erobert worden war und die Einwohner auf der Flucht soviel als möglich von ihrem Eigentum mitnahmen, soll er gegen einen seiner Mitbürger, der sich wunderte, AF er es nicht auch so machte, den Ausspruch gethan haben: Ich trage alles, was mir gehört, bei mirv, Worte, die in der lat. 4½ „Omnia mea mecum porto Waterdadt. geworden sind. Er starb in seiner aterstadt, wohin er mit den andern vor den Persern geflohenen Einwohnern zurückgekehrt war, in hohem Alter. Die unter seinem Namen auf uns gekommenen Sittensprüche des B. sind gesammelt von Orelli in Opuscula Graecorum veterum sententiosa et moralia o (Lpz. 1819) und von Mullach in den Fragmenta philosophorum Graecorumo (Bd. 1, Par. 1860), und übersetzt in Diltheys «Fragmente der Sieben Weisen » (Darmst. 1835); ein erhaltenes lyrisches Bruchstück steht bei Bergk in den „Poetae lyricio (Bd. 3). Vgl. Bohren, De septem sapientibuso (Bonn 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 947Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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