Bouguereau (Adolphe Guillaume), franz. Maler, geb. in La Rochelle 30. Nov. 1825, Schüler von Picot, erhielt 1850 den großen Preis für Italien, wo er bis 1855 nach der Natur und den antiken Malereien studierte. Nach Paris zurückgekehrt, gesellte er sich anfangs zu den sog. neupompejanischen Malern, vermochte jedoch ebenso wenig als die andern Künstler dieser Richtung sich mit ganzer Seele in das Antike hineinzufühlen. Am bekanntesten von seinen Bildern sind: Le triomphe de Vénus (1856), Faune et Bacchante (1861), Une Bacchante lutinant une chèvre (1866, im Museum zu Bordeaux), Nymphes et Satyres (1873). Außerdem behandelte B. mit Vorliebe Genrestücke idyllischen Charakters, in welchen dasselbe Streben nach idealer Auffassung und gefälliger Darstellung wie bei den mytholog. Bildern hervortritt. Erwähnenswert sind von derartigen Gemälden B.s: Le jour des morts (1859), Le retour des champs (1860), La première discorde (1861), Le sommeil Le réveil (1864—65), Premières caresses (1866), Mignon peusive, vœu à Sainte-Anne (1869—70), Pendant la moisson, Les deux sœurs (1874—75). B.s Arbeiten sind äußerst zahlreich; einige wurden von Annedouche und Thirion gestochen.