Bickell (Gust. Wilh. Hugo), Sprachforscher und Theolog, geb. 7. Juli 1838 zu Kassel, studierte 1857—62 zu Marburg und Halle T eologie und Philologie, habilitierte sich dann zu arburg für semitische und indogerman. Sprachen, trat 1865 zum Dorberettur über und erhielt, nach zweijähriger Vort ereitung im Klerikalseminar zu Fulda, 1867 die Priesterwei he. Gleichzeitig wurde er als ord. Professor für semitische Sprachen und Litteratur an die Akademie Münster berufen, von wo er 1874 als ord. Professor der christl. Archäologie und der semitischen Sprachen ndl. nnnsbruck übersiedelte. Außer vielen Abhandlungen int eol., litterarischen und sprachwissenschaftlichen Zeitschriften schrieb B.: De indole ac ratione versionis Alexandrinae in interpretando libro Jobio (Marb. 1863), (Grundriß der hebr. Grammatikv (2 Tle., Lpz. 1869—70), Gründe für die Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptesv (2. Aufl., Münst. 1870), Conspectus rei Syrorum litterariaey (Münst. 187¹⁷, Messe und — (Mainz 1872), „(Synodi Brixinenses saeculi XVy (Innsbruck 1880), und besorgte Ausgaben und übersetzungen der Gedichte Ephrem des Syrers (Opz. 1866), der Werke Isaaks von Antiochia (Bd. 1—2, Gieß. 1873—77) und des syr. Werks Kalilag und Damnagv (Opz. 1876).