Bernays (Jak.), Philolog, geb. 18. Sept. 1824 zu Hamburg, stammte von israel. Eltern, besuchte 1840—44 das Johanneum und akademische Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte 1844—48 zu Bonn Philologie und Philosophie. Er habilitierte sich daselbst 1849, wurde 1853 als Lehrer der klassischen Altertumsfächer an das Jüdisch-Theologische Seminar zu Breslau berufen, wo er gleichzeitig Vorlesungen an der breslauer Universität hielt, und folgte 1866 einem Rufe als außerord. Professor der Philologie und Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek nach Bonn. Hier starb er 27. Mai 1881. Von seinen Arbeiten sind zu nennen: eine Juus abe des Lucretius (Opz. 1852), N. Justus Scaligero (Berl. 1855), Küber das hotyideische Gedichte (Berl. 1856) aieles nder der verlorenen Abhandlung des Aristoteles über Wirkung der Tragödies (Bresl. 1857), aliber die Chronik des Sulpicius Severusy (Berl. 1861), &Die Dialoge des Aristoteles (Berl. 1863), «Theophrastos' Schrift über Frömmigkeite (Berl. 1866), Die Heraklitischen Briefes (Berl. 1869), 4 Lucian und die Kyniker (Berl. 1879), Zwei Abhandlungen über die Aristotelische Theorie des Dramav (Berl. 1880). Außerdem übersetzte er die drei ersten Bücher der Politikdes Aristoteles (Berl. 1872) und die unter Philons Werken stehende Schrift «Über die Unzerstörbarkeit des Weltallso (Berl. 1876).