Bintang, in Niederländisch-Ostindien die 1178 Am große Hauptinsel eines nach ihr genannten 103 52“bis 104 30 östl. L. (von Greenwich), zu dem in geogr. Beziehung auch die Insel Singapur (s. d.) der S. Dieser Archipel liegt in größter Nähe von er Südspitze der Halbinsel Malalkka, unte Roer dem südl. Eingange in die nach ihr genannte Meerenge. Der Glredenden Wr mit der mehr Inieln sich ihm anschließenden 1„ der Linga-Inseln und in den noch südlicher liegenden zinnreichen Inseln Banka (s. d.) und Billiton erscheinen in Fortit Hinsicht als eine größtenteils submarine ortsetzung der die Malaiische Halbinsel von NRW. na SS0O. durchziehenden Gebirgskette und zugleich auch als eine östl. Parallelkette des Sumatra in gleicher Richtung in eine östl. und westl. Hälfte teilenden Barissangebirges. Die en sind nicht vulkanisch, hauptsächlich aus auf Granit la-Venetart Thon und Thonschiefer gebildet. Die egetation auf ihnen ist minder Uppig und mannigfaltig als die der Sundg-Inseln und Molukken, auch die Fauna ist verhältnismäßig ärmer. Die Hauptinseln sind B., Battam, Gallang oder Kalank und Karimon. Die mie Ahreiden bilden die Tandjung 2— 7 genannte Abteilung der niederländ. Residentschaft Riouw und Zubehör, welche auch die ruppen der Linga⸗, Karimon⸗, Tambilan⸗, Anambas⸗/ Natunhas⸗ useln u. s. w., wie auch das Reich von Indragiri und die Landschaften Manda und Reteh auf der Ostküste von Sumatra umfaßt. Der Sitz des Residenten und der andern niederländ. Beörden ist Riouw oder Tandjung Pinang auf der Insel B. Die Zahl der Bevölkerung von letzterer ist nicht näher bekannt; die der ganzen Residentdhaft beträgt (1879) 169 Europäer, 41812 Eingeorene (Malaien), 36 562 Chinesen, 42 Araber und 343 andere fremde Asiaten. Die Malaien, in früber Zeit sehr ewasemn 1 und Weltcherer Seeräuer auf den Gewässern dieser eltgegend, leben jetzt hauptsächlich von Schiffahrt, Fischfang und Handel; die dendutm von Landbau. Hauptgegenstand der Bodenkultur ist Uncaria (Nauclea) Gambier Roæb., die Domen, welt des Catechu oder der sog. Terra Japonica, welches einen bedeutenden Ausfuhrartikel hauptsächlich nach Singapur und Batavia bildet. Nachdem die Engländer ihre Niederlassung auf Singapur gegründet und zum hafen, del erklärt hatten, wurde auch Riouw Freiafen, der Handelsverkehr daselbst ist aber stets nur unbedeutend —— und hat nicht auch nur annähernd mit dem zu Singapur wetteifern können. interim (Ant. Jos.), gelehrter uc Theolog, geb. 19. 1 1779 zu Düsseldorf, besuchte daselbst das unter Leitung der Exjesuiten stehende Gymnaum, trat 1796 in den Franziskanerorden und tudierte dann zu Düren Pl * und Physik, nachher zu wehe Theologie. achdem er 1 die rietterwei e erhalten, ward ihm 1805 die Pfarrei in Bilk, einer Vorstadt Düsseldorfs, ubertragen, die er seitdem verwaltete. In den Kölner Streitigkeiten in Bezug auf die gemischten Ehen entwickelte er einen polemischen Eifer, der ihm we-Fer ungebührlichen Tadels der Landesgesetze die erurteilung zu 4½ Festungsstrafe dadee Er verbüßte dieselbe zu Wesel und kehrte ann in seine 9 Un nach Bilk zurück, wo er 17. Mai 1855 starb. Unter seinen Werken haben die „Pragmatische Geschichte der deutschen National⸗, Provinzial⸗ und Diöcesansynoden » (7 Bde., Mainz 1835 — 45), die „Sammlung der wichtigsten Schriften über Ehescheidung » (Düsseld. 1807) und die „Denkwürdigkeiten der anden 5 Kirche (7 Bde., Mainz 1825—32) bleibenden Wert. Mit Mooren veröffentlichte er das für kirchliche Geschichte und Statistik 4 H. Werk Die alte und neue Erzdiöcese Köln » (4 Tle., Mainz 1828—31). Binnueẽ oder Benu', mißverständlich auch Tschadda genannt, ist der Derielt Nebenfluß des Niger (s. d.) in Westafrika. Derselbe tritt aus seinem noch unbekannten Quelllande von SO. her in das Land Adamaua (s. d.) ein, nimmt dort rechts von NO. her den Kebbi und auf seinem weitern westl. Laufe, den er mit einer geringen Neigung nach S. bis zur Mündung beibehält, an der Stelle Täpe (9 50 nördl. Br.) den Enga oder Faro, seinen Hauptzufluß, von S. her auf und ergießt sich in den Niger gegenüber dem Marktort Lukosa und dem 360 m hohen Berg Patté, nahe oberhalb der Handelsstadt Igbegbe, in 37 m Höhe unter 7? 50˙ nördl. Br. und 24· 25 östl. L. (von Ferro), 400 km von der Nunmündung des Niger. Die Gebrüder Lander, welche 1831 auf ihrer Hinabfahrt auf dem Niger die Mündung des B. passierten, berichteten, dieser Strom sei der Schari, der aus dem Tschadsee fließe. Eine 1833 von einem liverpooler Han-Allen und Oldfield fuhr den B. fast 120 Em aufwärts. Eine andere brit. Nigerexpedition von 1841 bei der sich Dr. Vogel aus Berlin befand, ward durch Krankheiten an Befahrung des B. verhindert. Erst H. Barth entdeckte den obern Lauf und den Namen des Stroms und überschritt ihn im Juni 1851 an der Stelle Täpe, wo er den Faro aufnimmt. Seine wichtige Entdeckung gab dem Geographen A. Petermann die Anregung zur Betreibung einer Dampfbootexpedition Rur welche die engl. Regierung 5000 Pfd. St. bewilligte. Diese Expedition unter Baikie kam 1854 mit dem Dampfschiff Plejade aufwärts bis Gurowa dem Hafen von Hammaruwa und mit einem Boote noch 66 km weiter bis Dulti, etwa 110 km unterhalb der Faromündung und 630 km von der Mündung des B. Die Fahrt at auf der untersten Strecke wegen stellenweiser Seichtigkeit und Versandung Schwierigkeiten. Weiter aufwärts fand man aber bequemes Fahrwasser und wurde nur durch Mangel an Brennholz für die Dampfmaschine zur Umkehr genotigt. Ed. Vogel uberschritt 1855 den B. zweimal, einmal da, wo die Expedition von 1854 umgekehrt war, dann etwa 150 Em weiter unterhalb. Derselbe entdeckte in * eine sehr fette Walfischart, den Ajuh (Manatus Vopedition von 1857, ebenfalls unter Baikie, hat jedoch die Kenntnis des B. nicht erheblich gefördert und ebenso wenig die große Erwartung erfüllt, eine ununterbrochene Wasserstraße nach dem centralen Sudan wirklich zu eröffnen. Rohlfs verfolgte auf seiner 35 quer durch Afrika 1867 den untern Lau Robert en endlich fuhr auf dem Missionsdampfer Henry Venn 8. Juli 1879 in den B. ein und befuhr ihn bis Ribago (13 30 östl. L. von Greenwich), und 1881 trat derselbe eine neue Reise zur Entdeckung der Quellen des B. an. Der B. verleiht dem untern Niger seine gewaltige Wasserfülle nur in der Regenzeit, besonders im August und September. Während dieser höchsten Schwelle mag die glichkeit einer schiffbaren Verbindung mit dem Tschadsee vorhanden sein. Das rechte Ufer des B. ist ganz in den Händen der Fellatas, und auch auf das linke ist ihre Herrschaft schon vorgedrungen. Raubzüge und Sklavenjagden gegen die noch nicht bezwungenen heidnischen Negerstämme und Bekehrung zum Islam treten überall auf. io. . . (vom griech. Blos, Leben), Lebens.