Bittermandelöl (ätherisches), Benzaldehyd, Benzoylwasserstoff, ein vielfach anewendetes ätherisches Ol, das sich jedoch nirgends sertig gebildet in der Natur findet; aus den bittern Mandeln entsteht es beim Zerstoßen derselben mit er, indem es durch die Einwirkung eines hydru nüschen 1. sch des Emulsins, auf das Amygdalin (s. d.) sich bildet; zu . Iu Zeit entstehen noch Blausäure und Zucker. In ähnlicher Weise bildet es sich aus den Pfirsich⸗ und Apriko-Ralung und den Kirschlorbeerblättern. Zur Darellung desselben werden bittere Mandeln oder auch un Preifen Pfirsichkerne, welche im Handel zu billigern Preisen als jene zu beziehen sind, auf eisernen Kollergängen gemahlen, und in hydraulischen Pressen von fettem Ol (Mandeldl) befreit, worauf der Preßrückstand gemahlen (Mandelkleie) und mit lauwarmem Wasser zu einem dünnflüssigen Brei angerührt wird. Hierin vollzieht sich die Spaltung des Amygdalins in Bittermandelöl, Blausäure und Zucker im Verlauf von einigen Stunden, worauf das Ganze in einen Destillierapparat gebracht und die Destillation des Ols durch direkt eingeblasenen Wasserdampf ausgeführt wird. Wegen der dabei in reichlicher Menge entweichenden Blausäuredämpfe ist große Vorsicht geboten, zweckmäßig verbindet man den Hals der Sammelflasche luftdicht mit dem Ausflußrohr des Kühlapparats und führt von diesem ein Rohr unmittelbar ins Freie, sodaß die nicht verdichtete Blausäure verhindert wird in das Arbeitslokal zu gelangen. Nach der mechan. Scheidung von dem mit übergegangenen Wasser wird das Ol meist von seinem Gehalt an Blausäure befreit, indem es mit Kalkmilch und Sunsgert w geschüttelt und dann im Dampfstrom re alte wird. Alles für Blaufanlre e dargestellte Ol sollte immer von Blausäure gereinigt werden, da es ohne dieses eins der intensivsten Gifte K. da wo es 4U½½ ½½ Zwecken dienen soll, muß in diefer Hinsicht die Vorschrift der Pharmakopöe hat das Bittermandelöl nicht aufgenommen. Der wesentliche Bestandteil ist Benzaldehyd C, H, O oder C, H, COH. Es ist in reinem Zustande farblos, dünnflüssig, von angenehm aromatischem Geruche und scharfem Geschmacke. Es siedet bei 179, hat ein spezifisches Gewicht von 1,04 bis 1,07, und löst sich in 3Teilen Wasser, in jedem Verhältnisse aber in Alkohol und Ather. Eine Auflösung des blausäurehaltigen B.s in Wasser bildet die offizinelle Agqua amygdalarum und Aqua laurocerasi. An der Luft geht das B. durch Aufnahme von Sauerstoff in „Nentemn über. Man verwendet das B.s in adri lenge in der Parfümerie, namentlich in der Fabrikation von Toiletteseifen. tirbanessenz, ist Nitrobenzol Ce H, (NO.). In seiner Hauptverwendung, der Darstellung der Mandelseife und hurth das arfümerien, ist das natürliche B. fast durch das unter verstohenden Namen in den Handel gekommene Kunstprodukt verdrängt, da letzteres gegenwärtig in so vorzüglicher Bebonbemeit 3 Runde wird, daß es sich kaum no von dem aus Mandeln gewonnenen Ol im Geru unterscheidet. Um ein fein riechendes Produkt zu erhalten, ist es erforderlich, von einem möglichst reinen Benzol auszugehen, d. h. einem solchen, welches sich zwischen den Temperaturgraden 80 und vollständig verflüchtigt und also keine, oder nur minimale Mengen von Bensott Kohlenwasserstoffen enthält. Von diesem Benzol bringt man 100 Kg in einen aus Gußeisen angefertigten, mit Rührwerk beiandig Cylinder und läßt ganz langsam, unter beständigem Kerurt eine erkaltete Mischung von 150 kg Salpetersäure von 36* Beaumé und 300 kg e äure von 66 Beaumé zufließen. Der Zulauf der Säure ist so zu regulieren, daß der letzte Anteil erst nach 24 Stunden in den Apparat gelangt. Die saure Flussigkeit wird dann durch ein am Boden des Cylinders befindliches Rohr in große Töpfe eha sedder hierin scheidet sich beim Stehen das Nitrobenzol über der Säure ab, letztere wird durch einen am Boden befindlichen Hahn abgelassen und das Ol nun so lange mit Wasser, in dem es untersinkt, gewaschen, bis alle Säure entfernt ist. Das rohe Nitrobenzol wird noch in einem mit Dampfmantel versehenen Destillierapparat 1. 8 direkt einströmenden Wasserdampf rektifiziert. Obgleich bei 10* uch Temperatur siedend, geht das Nitrobenzol do n Damefier leich mit dem es durchströmenden Dampf über. Im Sammelgefäß bildet das Nitrobenzol eine ölige, schwere, farblose Schicht unter dem kondensierten Wasser und wird von diesem durch Dekantation getrennt. Es siedet bei 219 C. Sein spezifisches Gewicht ist 1,209.