Blätter oben metallisch grün und mit zahlreichen kleinen weißen Linien zwischen den parallelen Seitennerven, während die mehr rundlichen, breiten, wellenförmig bewegten, oben silberglänzend-grünen der Dichorisandra undata mit Flecken von dunk]⸗ lerm Grün bezeichnet sind (Fig. 7). Indessen sind es nicht immer ungewöhnliche Farben oder iehenno Zeichnung, welche den B. Wert verleihen; ebenso oft sind es auffallende oder besonders schöne Formen oder elegante Stellungsverhältnisse der Blätter, welche der Aufnahme der betreffenden Gewächse in die Kulturen des freien Landes oder der Gewächshäuser das Wort reden. In dieser Hinsicht besitzen selbst viele Gräser, obgleich im einzelnen wie in der Totalität der Erscheinung viel einfacher als die meisten andern der hier 38. enen Pflanzen, entschiedenen Wert, wie z. B. das silberweiße Pampasgras, Gynerium argenteum, mit seiner prächtigen Kaskade langer, schmaler, in graziösem Bogen zurückfallender Blätter; ferner Andropogon formosum, Bambusa aurea, Gymnothrix latifolia und andere. Einige Grasarten sind noch außerdem in verschiedener Weise dekoriert, wie der alte Liebling der Gärtner, das Band⸗ oder Mariengras (Phalaris arundinacea picta), oder das bunte Panicum pli- ö catum, dessen graziös überhängende, smaragdgrüne Blätter mit breiten Längsbändern verziert sind. Letzteres ist eins der schönsten unter den gegen Stubenluft unempfindlichen Gewächsen, das nur den einen Fehler hat, in den tiefen Längsfalten der Blätter Staub zu sammeln. Man hilft diesem Übelstande dadurch ab, daß man diesen mittels eines weichen Fischpinsels von Zeit zu Zeit entfernt. Noch sind zu erwähnen die zwei Gattungen ů Philodendron und Aralia, von denen erstere der Familie der Aroideen angehört, letztere mit Verwandten, unter denen der Epheu, die Familie der Araliaceen bildet. Die bekanntesten Vertreter der Gattung Aralia sind Aralia papyrifera, die niedrige Läummchen und Aralia Sieboldi, beide niedrige Bäumchen mit langgestielten, sehr großen, mehr oder weniger tief eingeschnittenen, handförmien Blättern, welche zusammen ein prächtiges Ensemble bilden. Von iesen Arten hat man einige ++1 und weißbunte Varietäten, welche aber in — dieser Abänderung ziemlich unbeständig sind. Von leichterm, luftigerm Ansehen sind Aralia Veitchii und Aralia elegantissima (Fig. 4), beide mit handförmig geteilten Blättern, deren schnitte ö aber bei der erstern zahlreicher, wellenförmig, bei der zweiten weniger zahlreich und gezähnt, bei jener oben glänzend dunkelgrün, unten rot, bei diefer olivengrün und mit rötlichen Mittelnerven und eben solchen us undern und Zähnen verziert sind. Einen durchaus andern Charakter besitzen die Philodendronarten. Am längsten und meisten gekannt ist Philodendron pertusum (Monstera deliciosa, Monstera Lennea). Dasselbe ist eine der ornamentalsten Stubenpflanzen mit riesigen, glänzendgrünen, fiederschnittigen und durchlöcherten Blättern. Diese Art ist in Fas 11 naturtreu dargestellt. Zu bemerken ist noch, daß sich der Name deliciosa auf den Fruchtkolben bezieht, dessen Beeren den Geruch und eschmack der Ananas und der Erdbeere in sich vereinigen. Andere, in der Beschaffenheit der Blätter etwas abweichende, doch nicht weniger imponierende Arten sind Philodendron bipinnatifidum, erinipes und fenestratum. Aber das schönste von allen ist Fhilodendron Sellowi. Dieses hat von einem Im langen Stiele getragene dicke, lederartige, glänzend dunkelgrüne, 60 em im Durchmesser haltende, langlich ovale, fiederteilige Blätter, deren untere Lappen wieder fiederförmig eingeschnitten sind. Alle diese Arten eignen sich für den Aufenthalt im Salon und Wohnzimmer ebenso wie Philodendron pertusum.