FeedBlaue Grotte (Grotta azzurra)
AllerleiBrockhaus 1882

Blaue Grotte (Grotta azzurra), eine Höhle auf der Nordseite der ital. boch, Capri, 56 mlang, 30 m breit und 6—9 m hoch, wurde 1826 von den Malern Ernst Fries und I1 Kopisch entdeckt. Der Eingang ist so niedrig, daß man nur bei ruhigem Wetter schwimmend oder im Nachen liegend in die Grotte gelangen kann. Letztere, welche innen stets ruhiges, bis auf den 12 m tiefen weißen Boden durchsichtiges Wasser und eine gemäßigte Temperatur besitzt, erhält bloß aus der gewundenen Offnung, die als Eingang dient, etwas Licht und erscheint für den Eintretenden anfangs finster, bis sich das Auge an das geheimnisvolle Halbdunkel gewöhnt hat, um das magische lasurblaue Licht zu genießen, das alle Gegenstände des mit Stalaktiten bedeckten Innern überströmt. Alle ins Wasser getauchten Gegenstände glänzen wie Silber. Noch finden sich die Reste einer alten Treppe, durch welche die Grotte vielleicht mit der Villa Damecuta des Tiberius in Verbindung stand.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 146Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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