Bleirauch ist die Bezeichnung für die Dämpfe, welche sic bei dem Schmelzen des Bleies entwickeln. Der hierbei durch Verflüchtigung des Metalls eintretende Verlust ist um so größer, je höher die Temperatur gesteigert wird, je mehr Luftzug dabei stattfindet. Diese Verluste machen Lich um so mehr fühlbar, wenn zugleich andere Su stanzen zugegen sind, welche entweder selbst flüchtig sind, oder beim Schmelzen Dampfform annehmen. Letzteres ist namentlich der Fall bei der Verhüttung der Bleierze. Die durch das verdampfte Blei oder den B. welcher sich in der Form eines lockern weißlichen Anflugs in den Rauchfängen ansetzt und aus Bleioryd, schwefel⸗ und kohlensaurem Bleioxyd nebst beigemischtem Antimonoxyd, Zinkoxyd, arse niger Säure u. s. w. besteht, herbeigeführten Verluste beziffern sich auf viele Prozente des Ausbringens und machen daher dieses nicht allein weniger rentabel, sondern wirken auch ganz besonders nachqteilig auf die Gesundheit der Arbeiter und verderben die Luft in der Umgebung der Hütten. Man Conversations-Lexikon. 13. Aufl. III. hat sich daher seit längerer Zeit mit mehr oder weniger ½9 Erfolge bemüht, dem Entweichen des B.s durch Anbringung von Flugstaubkammern oder nasse Kondensation vorzubeugen. Da, wo eine solche Einrichtung nicht möglich ist, sucht man wenigstens durch gute Ventilation der Arbeitsräume für eine thunlichst kräftige Luftzufuhr zu sorgen, um eine größere Ansammlung von Bleidämpfen zu verhüten.