FeedBludenz
ReligionBrockhaus 1882

Bludenz, Hauptstadt des gleichnamigen Bedm von Vorarlberg, 582 m über dem Meere, auf em rechten Ufer der N. nahe bei der Vereinigung des Kloster⸗ und des Montavonthals mit dem Walgau reizend gelegen, zählt (1880) 3151 meist kath. C., besitzt mehrere aumwollspinnereien, eine mechan. Weberei, eine Papierfabrik u. s. w., ist Station der Arlbergbahn und Mittelpunkt des Touristenverkehrs des Vorarlberg. Der Ort ist altertümlich und eng gebaut; mehrere 1 haben Laubengänge; an die Stelle der alten Wälle und Gräben sind Gärten getreten. Hoch über der Stadt liegen das stattliche Schloß et der freierrlichen Familie Sternbach gehörig, und die farrkirche, zu der eine bedeckte Marmortreppe schen Umgeh Der besuchteste Gtsrei der sehr malerichen Umgebung ist der aussichtsreiche Hohe Frassen 1976 m, der von B. aus in 3—4 Stunden bestiegen wird. Schon im 10. Mirta urkundlich erwähnt, ehörte B. im spätern Mittelalter den Grafen von erdenberg, von denen es im 14 Jahrh. an Osterreich überging.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 184Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 1

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Religion 6