Böckh (Richard), Sohn des vorigen, namhafter Statistiker, besonders auf dem Gebiete der Sterb-März 1824 in Berlin, studierte daselbst sowie in Heidelberg Jura und Kameralia, trat dann in den preuß. Staatsdienst, arbeitete seit c1852 im Stabei der) Bureau zu Berlin und hierauf einige Zeit bei der Regierung in Potsdam. Im J. 1861 wurde er als Assessor wieder in das Statistische Bureau berufen, woselbst er seit 1862 Bevölkerungsstatistik lehrte, 1864 zum Regierungsrat, 1875 zum Direktor des Statistischen Bureau der Stadt erlin, 1881 zum außerord. Professor ernannt. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: «Ortschaftsstatistik des Regierungsbezirks Potsdam (Verl. 1861), »Die geschichtliche Entwickelung der amtlichen Statistik des preuß. Staatso (Berl. 1863), „Die statist. Bedeutung der Volkssprache als Kennzeichen der Nationalitäte (Berl. 1866), „Der Deutschen Volkszahl und Sprachgebiet in den europ. Staaten (Berl. 1870), 6 Sterblichkeitstafel für den preuß. Staate (Jena 1875), «Statistisches Jahrbuch der Stadt Berlin» (Berl. 1877 fg.), Die Bevölkerungs⸗, Gewerbe⸗ und Wohnungsaufnahme in der Stadt Berlino (Berl. 1878—80). Auch gab er heraus: „Sprachkarte vom preuß. Staatv (2 Blätter, Berl. 1864), und mit Kiepert: KHistor. Karte von Elsaß-Lothringeno (Berl. 1871).