Campbeltowu, schott. Küstenstadt in Argyle-Rerd an der Lont-Bai, mit geschütztem Hafen, guter eede, an der Ostküste der Halbinsel Cantire, im üdlichen Teile der letztern, zählt (1881) 7558 E. r die Fischerei und den Küstenhandel ist es ein Wötster Hafenplatz. Die Bewohner fabrizieren Whiskey und Leinen⸗ und Baumwollgewebe. nter dem Namen Dalruadain war C. der ursprüngliche Kam schott. Königreichs. ampe, bekannte deutsche Buchhändlerfamilie. — August C., geb. 28. Febr. 1773 zu Deensen bei Holzminden, erlernte den Buchhandel bei seinem Onkel Joachim Heinrich Campe (s. d.), in dessen Besitz die Schulbuchhandlung in Braunschweig sich befand, ging dann zu weiterer Ausbildung in das Geschäft von Fr. Vieweg in Berlin und etablierte sich mit seinem Bruder Friedrich C. in Hamburg. C. verheiratete sich 1806 mit Elisabet Hoffmann, der Tochter des Buchhändlers B. G. Hoffmann in Hamburg, und durch Verschmelzung der Geschäfte beider entstand 1808 die Firma »Hoffmann u. Campey in Hamburg, welche seit jener Zeit zu den ißt, sind unter K aufzusuchen. bekanntesten Firmen des deutschen Buchhandels gehört. C. zog sich 1823 aus dem Sortimentsgeschäft urück und betrieb bis zu seinem Tode, 22.Okt. 1836, ediglich den Verlagshandel. — Sein jüngerer Bruder Friedrich, geb. 1777, Doktor der t trat 1804 aus der Societät und übersiedelte na Nürnberg, wo er eine eigene Buchhandlung errichtete und als Kunstfreund eine geachtete Stellung einnahm; er starb 1846. — Der ältere Bruder von August und Friedrich, Heinrich Wilhelm C., geb. 1770, — 1862, Kaufmann und bayr. Finanzrat zu Leipzig, war ein eifriger Freund und Förderer der bildenden Künste. — Elisabeth C., eborne Hoffmann, Gattin von August C., geb. zu Le 12. Juni 1786, war seit 1806 mit August verheiratet. Die Rehtin begabte Frau nahm an den ate den Muttelh. ebhaften Anteil und ihr Haus bildete den Mittelpunkt fur die Vereinigung ausgezeichneter Geister. Auch als Schriftstellerin ist sie mehrfach thätig gewesen. Außer einer Darstellung der Schreckenstage in Hamburg von 1813 und 1814 —* sie ein Lebensbild von J. D. Gries sowie von ikol. Böhl von Faber, Vater der span. Schriftstellerin Fernan Caballero, heraus (beide anonym und als Handschrift gedruckt) und veröffentlichte anonym: „Zur Erinnerung an F. L. W. Meyer, den Fiodenhent Schröderso Bde., Braunschw. 1847). in den letzten Lebensjahren vollständig erblindet, arb sie 27. Febr. 1872 in Hamburg. — Julius C., ruder von August C., geb. 18. Febr. 1792, erlernte den Buchhandel in Hamburg, ging dann zu weiterer Ausbildung nach Nürnberg, Straubing und Berlin und trat bei Ausbruch der Freiheitskriege in das Lützowsche freie Jägerkorps ein. Später Offizier in braunschw. Diensten und im 10. preuß. Husarenregiment, rückte er mit der Avantgarde bis in die Vendee vor. Nach erhaltenem Abschied nahm er seinen Beruf im Geschäft seines Bruders August wieder auf, von dem er nach einer zweijährigen ßreise durch Italien und Sicilien (1821 22) die irma «„Hoffmann u. Campe 1823 für alleinige echnung übernahm. Seine umfassende Verlagsthätigkeit als Verleger begann 1826. Zu seinen Autoren gehörten unter andern: Heine, Raupach, Gutzkow, Börne, Anastasius Grün, Wienbarg, Hoffmann von Fallersleben, Vehse. Mit Vorliebe verlegte C. Schriften liberaler Tendenz und zog sich hierdurch die heftigsten Verfolgungen zu. Im J. 1841 ward sein gesamter Verlag in Preußen verboten; auch in sterreich waren die meisten seiner Verlagsartikel verboten; eine ernstliche Gefährdung des Geschäftsbetriebs wurde jedoch durch diese Maßregeln nicht bewirkt. C. stand mit vielen seiner Autoren in nahen freundschaftlichen Beziehungen, namentlich mit Heine, in dessen Werken ein Teil er mit C. geführten Korrespondenz abgedruckt ist. C. starb 14. Nov. 1867, worauf die Firma 180. mann u. Campev auf seinen Sohn Julius C.